Autor und Foto: Thomas Müller (Osterholzer Kreisblatt)

Sie stehen zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, aber mit dem zweiten Sieg in Folge nach der Winterpause haben die Landesliga-Kicker des SV Blau-Weiß Bornreihe ein deutliches Zeichen gesetzt.

Im zweiten Punktspiel unter dem neuen Trainer Sasa Pinter der zweite Zu-Null-Sieg: Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat nach dem gestrigen 3:0 (1:0)-Erfolg über den TV Meckelfeld zwar noch nicht die Abstiegsränge der Fußball-Landesliga Lüneburg verlassen. Aber die Art und Weise, wie die „Moorteufel“ Spiel und Gegner dominierten, unterstrich den steilen Aufwärtstrend der Mannschaft.

Mit zunehmender Spieldauer entwickelten die Bornreiher immer mehr Sicherheit, und teils war sogar eine gewisse Leichtfüßigkeit in den Aktionen zu erkennen. Mutiger mit dem Ball umzugehen, das hatte Pinter den Seinen auf die Agenda geschrieben. Und davon war schon deutlich mehr zu sehen als zuletzt beim 2:0-Erfolg über den TuS Harsefeld. Noch klappten nicht alle Aktionen. Aber die Mannschaft ist nach der langen Winterpause ja auch erst im Begriff, sich einzuspielen. Zumal die Bestbesetzung noch gar nicht aufgelaufen ist.

Wenn den Bornreihern etwas vorzuwerfen wäre, dann, dass sie etwas verschwenderisch mit ihren Torchancen umgegangen sind. „Das stimmt“, wollte auch Coach Pinter dem nicht widersprechen, „aber mit der Quote bin ich trotzdem zufrieden.“ Weil: 100 Prozent sei eh illusorisch, und selbst 50 Prozent schon ein außerordentlich guter Wert.

Es dauerte eine Viertelstunde, ehe der Ball wenigstens einmal in die Nähe des gegnerischen Tores kam. Was übrigens für beide Seiten galt. Den ersten Eckstoß (15. Minute) verzeichneten die Gäste, ohne dass es dabei gefährlich für Bornreihe wurde. Im Gegenzug feuerte Philip Bähr den ersten Torschuss der Blau-Weißen ab, zielte aber noch etwas zu hoch. Allmählich entwickelten die Gastgeber aber Spielfluss – und belohnten sich alsbald selbst.

Führung nach einer Ecke

In der 20. Minute war der quirlige Jeremy da Rocha Nunes bei einem Konter steil geschickt worden. Doch der Schuss wurde zur Ecke abgewehrt. Und genau daraus entwickelte sich die Situation zum 1:0 (21.): Von Artur Degtjarenko präzise geschlagen, landete die Kugel bei Philip Bähr, der ebenso gekonnt einköpfte. Ab dem Zeitpunkt entwickelten die Bornreiher auch zunehmend ihr Offensivspiel – und zwar ein gefährliches. Was von den Meckelfeldern nicht zu behaupten war. Die zeigten weniger Laufbereitschaft, blieben harmlos im Angriff. Was Pinter zu der Feststellung veranlasste: „Das lag ja auch an der Gesamtheit unser Defensivarbeit.“ Vom Verteidiger bis zum Stürmer arbeiteten die Bornreiher sehr intensiv gegen Ball und Gegner. Aus gewonnenen Zweikämpfen wurden so Torchancen.

Das eigentlich überfällige 2:0 ließ indes noch etwas auf sich warten. Patrick Müller aber deutete schon mal an, dass Bornreihe sich nicht mit einem 1:0 zufrieden geben würde: Nach einem schönen Diagonalpass kam er in die perfekte Abschlusssituation, scheiterte aber am Meckelfelder Keeper (23.). Nur 60 Sekunden später traf Müller tatsächlich ins Netz – allerdings aus Abseitsposition. Und nur drei Minuten später hatte auch Andre Waldau eine Riesenmöglichkeit: Der Winterneuzugang, diesmal wegen der Gelb-Sperre für Nils Gresens als Sechser aufgeboten statt wie zuvor in der Abwehrkette, hämmerte einen satten Schuss aufs Gästegehäuse. Doch der Ball prallte von der Querlatte gen Boden und auch vor die Linie. Meckelfeld konnte klären.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff aber war Waldaus erster Punktspieltreffer für die „Moorteufel“ fällig. Nach einem Angriff über die linke Seite war da Rocha Nunes gefoult worden, doch Schiedsrichter Daniel Ballin erkannte auf Vorteil. Offenbar zur Überraschung der Gäste; denn die griffen nicht ein, als der Ball blitzschnell in die Mitte gespielt wurde und Waldau mit einem satten Schuss die Kugel genau zum 2:0 im Knick unterbrachte. Danach mussten die Bornreiher nur einmal zittern, als Meckelfeld in einer etwas unübersichtlichen Situation im Strafraum zum Abschluss kam. Doch Abwehrchef und Kapitän Steffen Dietrich klärte auf der Linie hinter Torwart Daniel Griesbach, der ansonsten fast arbeitslos war.

Abgerundet wurde Bornreihes hoch verdienter Sieg durch das 3:0 (83.). Der kurz zuvor eingewechselte Jascha Stern war mit Tempo über die linke Seite vorgeprescht: kurzer Blick in die Mitte mit anschließendem Pass auf den mitgelaufenen Jeremy da Rocha Nunes, und der schloss die gelungene Aktion sicher und erfolgreich ab.