Zwei Lichtblicke in der schweren Zeit

SV Blau-Weiß Bornreihe

17. April 2020
Autor: Tobias Dohr; Fotos: Wümme Zeitung

Michel Klimmek und Loris Menger geben dem SV Blau-Weiß Bornreihe ihre Zusage für eine weitere Saison

Alexander Küstner ist derzeit nicht zu beneiden. Der Teammanager von Fußball-Landesligist SV Blau-Weiß Bornreihe würde derzeit eigentlich intensive Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen. Doch das Coronavirus hat den Sport vollständig zum Erliegen gebracht. Und deshalb sind die eigentlichen Abläufe nicht nur im Amateurfußball komplett außer Kraft gesetzt.

„Es ist schon wichtig, sich mit möglichen Neuzugängen direkt zu treffen, sich an einen Tisch zu setzen und auch mal ein Probetraining zu beobachten, um das Sozialverhalten kennenzulernen“, erklärt Küstner. Doch das geht nun mal momentan nicht. Der Bornreiher Teammanager geht deshalb davon aus, dass viele Transfers erst sehr viel später als sonst zustande kommen werden. Wenn überhaupt. Und deshalb ist Küstner doppelt froh, dass er beim aktuellen Kader sehr weit ist mit der Planung.

Extrem umworben

Jüngst kamen nämlich noch zwei Zusagen von Kandidaten hinzu, die eine elementare Rolle in der Bornreiher Zukunftsplanung eingenommen hatten. Denn mit Michel Klimmek und Loris Menger haben zwei extrem umworbene Spieler ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben. „Darüber sind wir natürlich unglaublich glücklich“, spricht Küstner auch im Namen des Trainerduos Frank Meyer und Nils Gresens. 18 Zusagen liegen den Bornreiher Verantwortlichen somit aus dem aktuellen Kader vor. Insgesamt drei Fragezeichen gäbe es noch, eines davon ist Michel Waldow.

„Es ist aber aktuell gerade unmöglich, mit Michel Kontakt aufzunehmen, da er sich noch immer in Australien aufhält“, berichtet Küstner. So oder so geht der Teammanager die kommenden Wochen nach den Zusagen von Klimmek und Menger entspannt an. „Wir sind zum derzeitigen Zeitpunkt und angesichts der derzeitigen Situation gut aufgestellt“, so Küstner. Genau dieses Fazit trifft auch auf die sportliche Situation zu. Denn wie wichtig die beiden Siege der „Moorteufel“ in den ersten beiden Punktspielen des Jahres Anfang März waren, zeigt sich erst jetzt so richtig.

„Wir werden auf jeden Fall auch nächstes Jahr in der Landesliga spielen“, ist sich Alexander Küstner sicher. Das 4:2 in Westercelle sowie das 3:0 im Heimspiel gegen Hedendorf/Neukloster hatten die Bornreiher auf Platz neun der Tabelle gehievt. Nach Monaten auf den Abstiegsrängen konnten die Blau-Weißen so den Tabellenkeller verlassen – und können nun jedweder Wertungsentscheidung gelassener entgegenblicken. Alexander Küstner glaubt nicht, dass die Saison regulär zu Ende gespielt werden kann. Der Bornreiher Teammanager könnte sich eine Regelung vorstellen, bei der die abstiegsbedrohten Vereine gefragt werden, ob sie in der Liga bleiben wollen, oder freiwillig runtergehen. So würden sich die Ligen dann irgendwie zurechtschütteln. „Trotzdem glaube ich, dass es dann unter Umständen auch mal eine Liga mit 20 Teams geben wird“, so Küstner.