Autor: Karsten Hollmann (Osterholzer Kreisblatt)

Der SV Blau-Weiß Bornreihe ist seinen eigenen Ansprüchen in der gerade abgelaufenen Saison in der Fußball-Landesliga nicht gerecht geworden.

„Wir sind mit dem neunten Platz nicht zufrieden. Das ist nicht das, was wir uns vor der Spielzeit vorgestellt hatten“, räumt Bornreihes Trainer Saša Pinter ein. Seine Mannschaft habe nicht die nötige Konstanz an den Tag gelegt und sei auch nie am Anschlag gewesen. „Zwei bis drei Prozent haben da immer gefehlt. Auch die Leute von der Bank hätten mehr Gas geben können“, so Pinter. Mit 13 Siegen und 13 Niederlagen stellten die Blau-Weißen absolutes Mittelmaß in der Liga dar. Dies führt Saša Pinter auch auf das große Verletzungspech zurück. Leistungsträger wie Artur Degtjarenko, Michel Klimmek oder Anil Morkan bestritten gerade einmal etwa die Hälfte aller Begegnungen oder sogar noch weniger. „Ein Artur Degtjarenko war für uns überhaupt nicht zu ersetzen“, versichert Pinter. Hendrik Lütjen und Elliott Cuthbert kamen zusammen gerade einmal auf acht Einsätze. „Elliott ist eine Granate“, macht Saša Pinter den Fans schon einmal Appetit auf die neue Serie.

Pinter spricht im Zusammenhang mit der jüngsten Spielzeit von einer Berg- und Talfahrt. „Aus dieser Saison lässt sich aber unheimlich viel lernen. Das kann in der neuen Spielzeit zu einer ganz anderen Stabilität führen“, prophezeit der 44-Jährige. Selbst wird der Übungsleiter diese Früchte aber nicht mehr ernten. Der Bremerhavener übergibt bekanntlich an Michael Rickers. Dieser wird in der Saison 2018/19 auf ein stark umgebautes Team treffen. Spieler wie Patrick Müller, Andre Waldau, Artur Degtjarenko, Daniel Griesbach, Miguel Mendoza und Christopher Stolz werden dann nicht mehr dabei sein.

Spielstark, aber zu wenig Tempo

Für das nicht so erfolgreiche Abschneiden macht Saša Pinter auch den Spielstil seiner Mannschaft verantwortlich. „Wir gehörten zu den spielstärksten Mannschaften in der Liga. Neben dem Meister MTV Eintracht Celle waren wir das einzige Team, das immer den Ball haben wollte. Dies wurde aber anders als bei Celle nicht belohnt“, stellt Pinter fest.

Um für mehr Torgefahr zu sorgen, habe die Geschwindigkeit gefehlt. Einer, der ein unheimliches Tempo mitbringt, ist Jeremy da Rocha Nunes. Dieser bereitete zum Abschluss der Saison auch beim 3:2-Erfolg über den Vizemeister TuS Harsefeld alle drei Tore über die Außen vor. „Jerry ist ein hervorragender Fußballer. Nur hat er dies allerdings erst am Ende der Saison so richtig gezeigt“, erklärt Saša Pinter. Erst beim 3:0 bei der TuSG Ritterhude am viertletzten Spieltag sei bei da Rocha Nunes der Knoten geplatzt. „Jerry ist ein junger Spieler. Da sind Formschwankungen normal. Ich habe ihm immer die Einsatzzeiten gegeben und ihn Fehler machen lassen“, betont Pinter. Er sagt dem ehemaligen Kicker des FC Hagen/Uthlede eine große Zukunft voraus. „Er ist jedes Mal beim Training und wird es irgendwann noch besser machen“, versichert der Coach. Trotz der vielen Verletzungen kamen die „Moorteufel“ mit 25 Akteuren aus. Darunter befanden sich mit Daniel Griesbach, Nico Eden und Alexander Janosch auch noch drei Torleute. Kein einziger Bornreiher absolvierte alle 30 Partien. Andre Waldau, Loris Menger und Jeremy da Rocha Nunes waren mit jeweils 27 Einsätzen die Spitzenreiter in dieser Hinsicht. Patrick Müller erzielte in 19 Spielen immerhin elf Tore, spielte aber am Ende der Saison keine Rolle mehr in den Planungen von Saša Pinter.

Während die Defensive weitestgehend sicher stand, taten sich die Blau-Weißen vorne oft schwer. „Uns mangelte es an der letzten Präzision und Durchschlagskraft“, kritisiert Saša Pinter. Deshalb nützte den Blau-Weißen das dominante Auftreten häufig wenig. Nach den 20 Punkten in der Hinrunde mussten diese mit einem Vorsprung von nur drei Zählern auf die Abstiegsplätze sogar einige Wochen um den Klassenerhalt bangen. Mit zehn Punkten aus den vier Partien gegen den SV Teutonia Uelzen, TSV Winsen/Luhe, SV Emmendorf und bei der TuSG Ritterhude stellten die Mannen um Kapitän Nils Gresens aber Ende April und Anfang Mai endgültig die Weichen für den Klassenverbleib.

Die Kaderübersicht: Andre Waldau (27 Einsätze/2 Tore), Loris Menger (27/0), Jeremy da Rocha Nunes (27/3), Torben Poppe (26/7), Miguel Mendoza (25/2), Steffen Dietrich (24/2), Philip Bähr (24/7), Nils Gresens (22/0), Kevin Sammann (22/0), Patrick Müller (19/11), Daniel Griesbach (17/0), Michel Klimmek (16/6), Artur Degtjarenko (16/2), Michel Waldow (16/2), Jan Wohltmann (15/1), Nico Eden (11/0), Christopher Stolz (11/0), Koen Schoffner (11/0), Pascal Kranz (11/1), Anil Morkan (10/4), Alexander Huhn (8/0), Hendrik Lütjen (6/1), Luca Mischnick (6/0), Alexander Janosch (2/0), Elliott Cuthbert (2/0)

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