Werde-Team verteidigt den Titel

SV Blau-Weiß Bornreihe

22. Juli 2018

Autor und Foto: Tobias Dohr (Osterholzer Kreisblatt)

Der FC Hagen/Uthlede hat seinen Titel bei der Bornreiher Sportwoche erfolgreich verteidigt. Der Neu-Oberligist tat sich gegen den starken Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck aber lange schwer.

Der FC Hagen/Uthlede hat seinen Titel bei der Fußball-Sportwoche des SV Blau-Weiß Bornreihe erfolgreich verteidigt. Der Neu-Oberligist tat sich gegen den erneut stark auftretenden Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck aber lange Zeit schwer und schoss den 4:1-Sieg zum erneuten Turniererfolg erst in der Schlussphase heraus. Im Spiel um Platz drei setzte sich Bremen-Ligist SG Aumund-Vegesack gegen den Lüneburger Landesligisten TuSG Ritterhude mit 3:1 durch.

FC Hagen/Uthlede – VSK Osterholz-Scharmbeck 4:1 (1:0): Rund 25 Minuten war das Finale eine ansehnliche Partie auf Augenhöhe. Von einem Zweiklassenunterschied zwischen dem Ober- und dem Bezirksligisten war zumindest in dieser Anfangsphase nicht viel zu spüren. Die Kreisstädter, die sich durch ein 3:1 über die TuSG Ritterhude für das Finale qualifiziert hatten, hielten auch gegen den Titelverteidiger an ihrer Marschrichtung fest und attackierten den Gegner zum Teil weit in deren Hälfte. Besonders Dustin Hirsch und der ballsichere Kevin Zilke, aber auch Mohamed Taha in vorderster Front hatten dabei immer wieder starke Szenen. Die erste Großchance gehörte aber trotzdem dem Favoriten aus Hagen.

Nach einem schnellen Angriff parierte VSK-Keeper Malte Vollstedt einen Schuss des gewohnt agilen Justin Dähnenkamp mit einer Faust. Auf der anderen Seite kam auch Evangelos Liouras nach einem herrlichen Pass von Eugen Zilke frei zum Abschluss, doch auch er scheiterte mit Yannick Becker am gegnerischen Schlussmann. Nach einer knappen halben Stunde musste das Schilling-Team dem anfänglich enorm hohen Tempo Tribut zollen und wurde nun etwas passiver.

Mirko Franke humorlos

Das nutzte der Oberligist sofort aus, spielte nun seine höhere Ballkontrolle immer besser aus und kam zu weiteren Chancen durch Kai Diesing (30.) und Axel France (32.). Der Führungstreffer lag in der Luft – und fiel dann auch kurze Zeit später. Nach einer Diesing-Flanke schien das Leder beim Nachsetzen von Axel France schon hinter der Linie, doch Schiedsrichter Michael Müller (SV Löhnhorst) ließ weiterspielen. Der Ball landete bei Mirko Franke, der linke Außenverteidiger zog humorlos vom Sechzehnereck ab und traf flach zum 1:0 (35.) ins Netz.

Nicht wenige der rund 300 Zuschauer rechneten nun mit dem Einbruch der VSK-Truppe – doch weit gefehlt. Denn nur drei Minuten nach Wiederanpfiff hatte das Team von Neu-Trainer Oliver Schilling ausgeglichen. Nach einer Freistoßflanke von Neuzugang Sergej Baitler gewann Eugen Zilke (übrigens ein weiterer Neuzugang und früherer Wallhöfener) das Kopfballduell gegen Dennis Jordan und überspielte den eingewechselten Alexander Janosch. Der zur Pause ins Spiel gekommene FC-Torwart wiederum war in der vergangenen Spielzeit noch Kapitän beim VSK.

Die Kreisstädter glaubten weiterhin an ihre Chance und spulten ein enormes Pensum ab. Neuzugang Ali Dag machte auf der rechten Seite ein starkes Spiel, davor lief sich Evangelos Liouras regelrecht die Hacken wund. In der Abwehrkette sorgte Rückkehrer Tobias Stöhr für Stabilität. Die Hagener blieben aber tonangebend und machten keinesfalls den Eindruck, das Spiel aus der Hand zu geben. So war es am Ende auch ein verdienter Erfolg, der spätestens mit dem 2:1 konkrete Formen annahm. Tjark Seidenberg verlängerte eine Ecke von Dähnenkamp mit dem Kopf auf den nicht abgesicherten zweiten Pfosten (73.).

Nach einigen Gelbe Karten und hitzigen Zweikämpfen machte Dähnenkamp mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter schließlich den Deckel drauf (86.). Und in der letzten Spielminute sicherte sich André Stüßel mit seinem Treffer zum 4:1-Endstand dann auch noch die Torjägerkanone. Es war Stüßels vierter Turniertreffer. “Die ersten 20 Minuten waren komplett ausgeglichen, danach haben wir klar dominiert. Am Ende war es ein verdienter Sieg von uns”, resümierte Carsten Werde, der mit Alexander Koscheck auch noch einen Gastspieler testete.

Ganz ähnlich fiel auch Oliver Schillings Fazit aus: “Der Hagener Erfolg geht absolut in Ordnung, aber wir haben das wirklich richtig gut gemacht. Das Ergebnis spiegelt das am Ende leider nicht ganz wider, aber alles in allem hat es hier viel Spaß gemacht in Bornreihe.”

TuSG Ritterhude – SG Aumund-Vegesack 1:3 (1:1): Die Ritterhuder hatten ihre erste Formation nach Bornreihe geschickt und die zweite Mannschaft – inklusive Trainer Julian Geils – beim Bezirkspokal in Scharmbeckstotel auflaufen lassen. Man merkte beiden Teams zudem an, dass sie am Tag zuvor bei der Ritterhuder Sportwoche im Einsatz gewesen waren. Die Nordbremer kamen mit der hohen Belastung und den extremen Temperaturen aber deutlich besser zurecht.

Mit einem herrlichen Flachschuss brachte Mirko Jankowski die SAV in der elften Minute in Führung. Nur kurze Zeit später visierte Alexander Schlobohm den Pfosten an. Doch auch die Ritterhuder hatten durch Pascal Kranz eine gute Möglichkeit. Feldüberlegen blieb aber eindeutig der Bremen-Ligist, der den Ball einfach sicherer zirkulieren ließ. So wurde in der 23. Minute erneut Schlobohm freigespielt, der aber an TuSG-Keeper Timm Korge scheiterte. Nach einer halben Stunde scheiterte auch Kasim Uslu am Pfosten. Umso überraschender fiel der Ausgleich Sekunden vor der Pause. Über Apmann und Kranz landete das Leder bei Janluca Grove, der ins lange Eck schlenzte.

Doch auch das brachte das Team von Trainer Björn Krämer nicht aus dem Tritt. Lennart Kettner erhöhte in der 53. Minute auf 2:1, sieben Minuten später machte Schlobohm mit einem Flachschuss endgültig alles klar. Kurz darauf visierten die Vegesacker in Person von Schlobohm zum dritten Mal das Aluminium an – dementsprechend waren die Ritterhuder froh, als es endlich überstanden war, der umsichtig leitende Schiedsrichter Michael Müller ein Einsehen hatte und die Hitzeschlacht beendete.

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