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SV Blau-Weiß Bornreihe

30. November 2019
Autor: Jan-Henrik Gantzkow; Foto: Tobias Dohr

Der SV Blau-Weiß Bornreihe will seinen Lauf auch im finalen Spiel des Jahres gegen Verden fortsetzen

Es ist erst wenige Wochen her, da war die Lage beim SV Blau-Weiß Bornreihe nahezu aussichtslos: Mit gerade einmal drei Punkten standen die „Moorteufel“ abgeschlagen am Tabellenende der Fußball-Landesliga Lüneburg, der damalige Trainer Michael Rickers zog die Reißleine und trat zurück. Zwar rangieren die Bornreiher weiterhin auf einem Abstiegsplatz und werden auch auf einem solchen überwintern, dennoch herrscht vor dem letzten Spiel des Jahres gegen den FC Verden 04 (Sonntag, 14 Uhr) eine völlig veränderte Stimmung im Teufelsmoor.

Denn seit Nils Gresens und Frank Meyer übernahmen, holten die Blau-Weißen 13 Punkte aus sechs Spielen – bei einem weiteren Erfolg am Sonntag würde der Rückstand auf das rettende Ufer nur noch einen Zähler betragen. Dementsprechend motiviert zeigt sich Spielertrainer Gresens vor dem wichtigen Jahresabschluss: „Unser Ziel ist es ganz klar, den Abstand weiter zu verkürzen. Daher zählt nur ein Sieg. Drei weitere Punkte wären sehr gut für die Stimmung in der Winterpause, außerdem wären sie nach dem verkorksten Beginn ein versöhnlicher Abschluss“, erklärt „Kokser“.

Obwohl er und sein Team aktuell einen beeindruckenden Lauf hinlegen und zuletzt sogar den Tabellendritten aus Drochtersen mit 2:1 bezwangen, kommt die Unterbrechung vielleicht gar nicht zur falschen Zeit. „Die letzten Wochen waren schon sehr anstrengend, man war aufgrund der Situation oft mit dem Gedanken auf dem Fußballplatz. Nach dem Spiel am Sonntag können wir uns dann mal um die Familie kümmern und die Akkus aufladen“, so der Bornreiher Übungsleiter. Angst vor einem möglichen Formverlust im neuen Jahr hat er dabei nicht: „Natürlich läuft es gerade gut, aber einen solchen Lauf kann man auch in der Rückrunde fortsetzen. In der Vorbereitung können wir noch an einigen Stellschrauben drehen und uns weiter steigern“, glaubt der 30-jährige Routinier.

Dass sie mit Erfolg an solchen Schrauben drehen können, haben die neuen Bornreiher Verantwortlichen in den vergangenen Wochen bereits beweisen. Gegen Verden soll nun der nächste Schritt folgen: So sollen die individuellen Fehler, die immer wieder zu Gegentoren führten, weiter minimiert werden, im Abschluss wollen die „Moorteufel“ außerdem noch effektiver auftreten. „Es sieht wirklich schon ganz gut aus, was wir spielen. Hinten dürfen wir aber nicht in Schönheit sterben, vorne wäre es ein Traum, wenn wir mal wenigstens 50 Prozent unserer Chancen nutzen würden“, hat Gresens klare Forderungen an seine Mannschaft. Sollten diese umgesetzt werden, dürfte gegen Verden durchaus ein weiteres Erfolgserlebnis möglich sein. Die vom ehemaligen Bundesligaprofi Frank Neubarth trainierten Reiterstädter liegen mit 21 Punkten zwar auf einem vermeintlich sicheren achten Tabellenplatz, das Polster auf Bornreihe könnte am Sonntag aber auf zwei Pünktchen zusammenschmelzen. „Verden verfügt mit Maximilian Schulwitz über einen kräftigen Stürmer. Sie sind sehr kompakt und sicher kein schlechtes Team. Sie sind aber auch keine Übermannschaft und in jedem Fall ein direkter Konkurrent“, weiß Gresens, der zum Abschluss nahezu aus dem Vollen schöpfen kann – und für einen weiteren Stimmungsgeber im Teufelsmoor sorgen will.

„Drei Punkte wären gut für die Stimmung in der Winterpause.“ – Nils Gresens