Veilchen für Bornreihe

SV Blau-Weiß Bornreihe

15. August 2021
Autor: Dennis Schott

Fußball-Landesligist gleicht durch einen Doppelschlag erst spät aus – 2:2 gegen den VfL Güldenstern Stade

Trainer Frank Meyer fühlte sich nach dem Anpfiff fast beschämt, dass der SV Blau-Weiß Bornreihe in der Nachspielzeit gleich zweimal die Chance zum Siegtreffer besessen hatte. Hätten Jeremy da Rocha Nunes oder Anton-Willi Räke tatsächlich getroffen, wäre es wohl einer der unverdientesten Siege des Fußball-Landesligisten überhaupt gewesen. Die Blau-Weißen konnten nämlich noch froh sein, im Auftaktspiel gegen den VfL Güldenstern Stade mit einem 2:2 (0:1) davongekommen zu sein. Die Bornreiher Treffer fielen erst in der 85. und 87. Minute.

“Ein Sieg wäre aber nicht verdient gewesen”, gab Frank Meyer, der den SV Bornreihe gemeinsam mit Nils Gresens trainiert, zu bedenken. Vielmehr sprach er davon, “mit einem blauen Auge davongekommen” zu sein. Warum die Hausherren zum Saisonauftakt so weit hinter ihren Möglichkeiten blieben, erschloss sich ihm nicht wirklich. Die Erklärung war vermutlich der Auftakt an sich. Eine Diskrepanz zwischen den überwiegend guten Testspielauftritten und dem nun schlechten Pflichtspielauftakt ließ sich jedenfalls nicht leugnen. “Testspiele sind eben nicht Pflichtspiele”, meinte Meyer hinterher und vermutete zugleich, dass seine Mannschaft die rechte Einstellung zum Spiel die “ganze Zeit nicht gefunden” habe.

Die Quittung für einen uninspirierten Auftritt kassierten die Hausherren kurz vor der Pause. Zuerst konnten sie sich glücklich schätzen, dass sie das Leder nach einem Schuss an den Pfosten noch zur Ecke klären konnten. Doch eben jene Ecke führte im direkten Anschluss zum Rückstand durch Nils von Salzen (42.). Umstritten wie unglücklich zugleich kam das 0:2 etwa 20 Minuten vor dem Ende zustande. “Wir haben selbst Freistoß…”, meinte Meyer vielsagend. Die Gäste fingen jenen Bornreiher Freistoß aber schnell ab und starteten den eigenen Angriff, in dessen Folge Meikel Klee einen Elfmeter verursachte. Dabei habe der Bornreiher lediglich seinen Körper reingestellt, meinte Frank Meyer. Die Chance ließen sich die Gäste jedoch nicht nehmen, Luca Dammann baute die Führung auf 2:0 aus (69.).

Man muss den “Moorteufeln” aber zugute halten, dass sie bis zuletzt an ihre Chance glaubten. Selbst dann, als nur noch fünf Minuten zu spielen waren, aber erst recht, nachdem der eingewechselte Anton-Willi Räke den unverhofften Anschlusstreffer erzielt hatte. Nur zwei Minuten später traf Justin Dähnenkamp tatsächlich zum Ausgleich – und auf einmal schien alles möglich. Beinahe hätte es ja auch geklappt, wäre vor allem Jeremy da Rocha Nunes nicht am herausragend reagierenden VfL-Keeper Fabian Klinkmann gescheitert.