Autor und Foto: Wümme Zeitung – 12. November 2018 (e-Paper)

Der SV Blau-Weiß Bornreihe erleidet eine unnötige 2:3-Niederlage gegen den TSV Gellersen.

“Ich war nicht zufrieden” – so schlicht umschrieb Saša Pinter, Trainer des SV Blau-Weiß Bornreihe, die 2:3 (1:2)-Niederlage im letzten Heimspiel dieses Jahres gegen einen nicht unbezwingbar auftretenden TSV Gellersen. Pinter analysierte die beiden Durchgänge durchaus realistisch: “In der ersten Halbzeit sind wir einfach nicht wach gewesen, im zweiten Durchgang waren wir zu durchsichtig in den Aktionen.”

Nicht wach gewesen, das trifft vor allem schon auf die ersten Minuten der Partie zu. Der SVB bekam keine Sicherheit in seine Spielweise – und schon war Gellersens Torjäger Andreas Demir das erste Mal durch, frei durch. Bornreihes Keeper Nico Eden hatte da ein wenig Pech beim Abwehrversuch, es hieß 0:1 (4.). Drei Minuten später schien der nächste Gegentreffer fällig, Eric Naroska schoss den Ball von links Richtung leeres Tor, doch Bornreihes Jeremy da Rocha Nunes erwischte den Ball noch kurz vor der Linie.

Die erste gelungene Aktion der Hausherren  ereignete sich in der 13. Minute, als Jeremy da Rocha Nunes  sich schön links durchsetzte, doch Michel Klimmek setzte den Ball nach dem Pass links vorbei. Auch wenn die Zuschauer weiterhin viele zu schnelle Ballverluste ihres SVB zu sehen bekamen, stand es plötzlich 1:1, als ein Gellerser beim Abwehrversuch wegrutschte und der Weg für Torben Poppe frei war, der unhaltbar einschob (17.).

Nun bekam der Anhang der Heimmannschaft für einige Minuten tatsächlich jenen Fußball geboten, den er von seiner Mannschaft eigentlich gewohnt ist. Sichtbar gelöster traten die Platzherren auf – doch richtig gefährlich wurden sie auch nicht. Dafür kam langsam der Gast wieder auf, hatte durch Eric Naroska bereits einen Schuss gegen das Außennetz (22.) und verzeichnete dann 60 Sekunden später erneut durch Andreas Demir den nächsten Führungstreffer. Demir kam an den Ball, SVB-Keeper Eden lief heraus, zögerte – und wurde zum 1:2 überlupft (23.). Bravourös verhinderte Eden aber ein weiteres Gegentor, als Eric Naroska mit dem Ball an der gesamten Bornreiher Hintermannschaft vorbeigesprintet war (30.).

Nach dem Wechsel wurde das Spiel der Bornreiher nicht flotter, spritziger, ballgenauer. Immer wieder liefen sie sich an einem Gellerser Fuß fest. Und dies führte regelmäßig zu gefährlichen Kontern des Gastes, wie auch Pinter hinterher kritisierte: “Unser Problem heute war die Umschaltbewegung nach hinten.”

Dass sie es ja können, demonstrierten die Gastgeber in der 56. Minute: Am Ende eines ordentlichen Angriffs gelang Michel Klimmek von links eine gefühlvolle Flanke in den TSV-Strafraum, dort schraubte sich Torben Poppe hoch, der zum 2:2 einköpfte (56.). Und einen ähnlich schönen Spielzug sahen die Zuschauer, als Artur Degtjarenko rechts fast von der Außenlinie den Ball scharf in die Mitte beförderte, Miguel Mendoza ließ den Ball gekonnt passieren, doch dann wurde der Schuss noch zur Ecke abgefälscht (63.). Bei einer Direktabnahme des eingewechselten Jan Wohltmann landete der Ball genau auf den Fäusten von TSV-Torsteher Lars-Ole Johst (72.). Zudem lenkte Johst einen Kopfball von Andre Waldau nach Müller-Flanke zur Ecke (79.).

Allerdings merkte man auch: Gellersen wollte nicht mit einem Unentschieden oder gar als Verlierer vom Platz gehen und nutzte munter seine Konterchancen. Dabei ging Marcel Wulf im SVB-Strafraum nach Körperkontakt mit Adrian Chwiendacz zu Boden, es gab Elfmeter – und noch einmal traf Andreas Demir, der damit letztlich Bornreihes 2:3-Niederlage festschrieb (81.).

Auch in Überzahl nicht gepunktet

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