Spiel eins nach Rickers

SV Blau-Weiß Bornreihe

18. Oktober 2019
Autor: Jan-Henrik Gantzkow; Foto: Maximilian von Lachner

Der neue Spielertrainer Nils Gresens will mit Bornreihe den Bock im Heimspiel gegen den VfL Lüneburg umstoßen

Als Michael Rickers am Dienstagabend seinen Rücktritt als Trainer des Fußball-Landesligisten SV Blau-Weiß Bornreihe verkündete, da ging es in der Kabine der „Moorteufel“ dem Vernehmen nach ziemlich emotional zu – einige Spieler mussten heftig schlucken. Zwar befand sich Kapitän Nils Gresens zu diesem Zeitpunkt im Kurzurlaub, dennoch war er weniger überrascht als einige Teamkollegen.

„Ich war in Michaels Gedankengänge involviert und kann seine Entscheidung absolut nachvollziehen. Wenn man viel versucht, aber nichts wirklich funktioniert, dann nagt das schon an einem“, zeigt Gresens Verständnis. Aus Verbundenheit mit dem Verein übernimmt der nun vorübergehend mit dem bisherigen Co-Trainer Frank Meyer die Verantwortung und will schon im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger VfL Lüneburg (Sonntag, 15 Uhr) den Bock umstoßen. Dafür möchte er an einigen Stellschrauben drehen, speziell die löchrige Defensive (24 Gegentore in zehn Spielen) soll verbessert werden.

„Wäre ich nur Spieler, würde mir der Ansatz nicht gefallen, aber wir müssen das Heft des Handelns mal ein wenig aus der Hand geben und den Gegner dazu zwingen, das Spiel zu machen. Momentan sind es die vielen Gegentreffer, die uns das Genick brechen“, erklärt Gresens. So soll auch dem Gast aus Lüneburg die eigene Stärke geraubt werden. „Lüneburg lebt von der Geschlossenheit und sie stehen sehr kompakt. Fußballerisch ist das aber auch keine Macht“, weiß Gresens.

Da sich die Personalsituation trotz Hendrik Lütjens Gelbsperre entspannt, geht er optimistisch ins Spiel eins nach Michael Rickers. Der Interimsspielertrainer ist sich aber auch bewusst, dass die neue Konstellation sofort funktionieren muss: „Wir haben keine Zeit für eine Findungsphase. Um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssen wir bis zum Winter vier von sechs Spielen gewinnen. Die nächsten Wochen werden also elementar wichtig“, weiß Gresens.