Autor: Wümme Zeitung, Karsten Hollmann – 06. Mai 2019 (e-Paper)

SV Blau-Weiß Bornreihe trennt sich leistungsgerecht mit 2:2 vom SV Emmendorf

Torben Poppe schirmte mit seinem wuchtigen Körper geschickt den Ball ab und legte diesen kurz auf Jeremy da Rocha Nunes ab. Dieser drehte den Spieß mit dem Treffer zum 2:1 für den SV Blau-Weiß Bornreihe im Heimspiel der Fußball-Landesliga Lüneburg gegen den SV Emmendorf nach einem 0:1-Rückstand endgültig um. Am Ende mussten sich die Gastgeber aber dennoch mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden zufriedengeben.

Die Hausherren lieferten eine sehr schwache erste Halbzeit ab. “Wir waren in der ersten Hälfte sehr schläfrig und hatten keinen Zugriff aufs Spiel”, traf Bornreihes Coach Saša Pinter hinterher den Nagel auf den Kopf. Nach 17 Minuten befand sich die gesamte Formation der Blau-Weißen bei einem Eckball der Gäste im Tiefschlaf. Nachdem ein Schuss von Sören Otte noch geblockt worden war, durfte Marlon Rötschke unbedrängt zum 1:0 abstauben. Kurz darauf setzte Torben Poppe das Spielgerät nach einer Ecke von Pascal Kranz knapp über die Querlatte.

Im Anschluss hatten die Platzherren aber Glück, dass sie nicht noch deutlicher in Rückstand gerieten. Sören Otte verzeichnete auch noch einen Treffer. Dabei versenkte der Emmendorfer das Leder aber unter dem Gejohle der Bornreiher Fans im Bierwagen (25.). In der 29. Minute umspielte der freistehende Jan-Georg-Peter Böhringer Bornreihes Torwart Daniel Griesbach, verzog aber knapp. Auf der Gegenseite stolperte da Rocha Nunes bezeichnenderweise über den Ball. Dieser lief anders als sonst nicht auf dem linken Flügel, sondern in der Mitte auf, unterstützte dabei aber häufig Miguel Mendoza auf der rechten Außenbahn.

Kevin Sammann durfte sich dafür mal weiter vorne als Linksaußen austoben. Die aus der Not heraus geborenen Umstellungen fruchteten im ersten Abschnitt noch nicht. Steffen Dietrich verfehlte den Emmendorfer Kasten mit einem schnell ausgeführten Freistoß von der Strafraumkante nur um einen Meter (40.). Wesentlich größer war allerdings die Chance von Böhringer kurz vor der Pause. Mit einem Reflex drehte Daniel Griesbach dessen Schuss noch um den Pfosten. “So darf man gegen einen direkten Konkurrenten nicht agieren”, vermittelte Pinter seinen Mannen beim Pausentee.

Die “Moorteufel” schalteten nach dem Wechsel dann aber zwei Gänge hoch. Nach einer eher unbeabsichtigten Attacke von Timo Wuerker gegen Kevin Sammann zeigte Referee Daniel Piotrowski 180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff auf den Elfmeterpunkt. Gäste-Keeper David-Joel Meyer ahnte aber die Ecke, in die Nils Gresens schießen würde, und bewahrte seine Farben so vor dem Ausgleich. Drei Zeigerumdrehungen hiernach spielte Steffen Dietrich Pascal Kranz auf der linken Seite frei. Desser Hereingabe nutzte Torben Poppe am kurzen Pfosten zum 1:1.

“Leute jetzt spielt mal wieder mit”, versuchte Emmendorfs Trainer Achim Otte seine Schützlinge wieder wachzurütteln. Die Bornreiher hatten aber nun Blut geleckt und wollten mehr. Nach einem tollen Lupfer von Nils Gresens auf Miguel Mendoza passte der Kanadier von rechts in die Mitte zu Jeremy da Rocha Nunes. Dieser jagte die Kugel aber freistehend drüber (68.). 60 Sekunden später legte Torben Poppe für Pascal Kranz auf, der aus spitzem Winkel an David-Joel Meyer scheiterte. Die nächste Großchance für die Blau-Weißen ließ schließlich Miguel Mendoza aus. “Wir waren in der zweiten Halbzeit wesentlich druckvoller”, urteilte der Bornreiher Übungsleiter.

Doch nach dem 2:1 von Jeremy da Rocha Nunes nahmen seine Akteure sofort wieder einen Gang raus. Dies ging zwar bei einem Kopfball von Sören Otte, den Daniel Griesbach fabelhaft abwehrte, noch gut (80.). Doch acht Minuten vor Ultimo war der Einstand dann fällig. Böhringer erzielte nach einer Vorlage von Alexander Gertig das Tor zum 2:2-Endstand. “Lasst uns den einen Punkt mitnehmen”, ermahnte Pinter seine Kicker in den Schlussminuten zur Absicherung des einen Zählers. Da auch die Emmendorfer dem Schlusspfiff entgegensehnten, brannte auf beiden Seiten nichts mehr an. “Wir haben in der zweiten Hälfte eine klasse Reaktion gezeigt. Aufgrund der vielen großen Chancen nach dem Seitenwechsel hätten wir auch durchaus einen Sieg verdient gehabt”, resümierte Pinter.

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