Schwache erste Halbzeit wird bestraft

SV Blau-Weiß Bornreihe

21. September 2020
Autor: Jan-Henrik Gantzkow; Foto: Wümme Zeitung

Bornreihe kassiert beim 0:2 im Spitzenspiel in Harsefeld die erste Saisonniederlage

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat in der noch jungen Landesliga-Saison einen ersten Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zwei Siegen zum Auftakt unterlagen die „Moorteufel“ im Spitzenspiel beim TuS Harsefeld mit 0:2 (0:2). Ausschlaggebend für die Pleite war in erster Linie die schwache erste Halbzeit, in der sich die Gäste den Schneid abkaufen ließen.

„Gerade aufgrund der ersten 45 Minuten ist diese Niederlage absolut verdient. Harsefeld war viel präsenter und cleverer. Da haben wir zu wenig dagegengehalten“, bilanzierte Bornreihes verletzter Spielertrainer Nils Gresens im Anschluss. Dessen Matchplan wurde allerdings auch schon frühzeitig über den Haufen geworfen, bereits in der fünften Spielminute gingen die Hausherren in Führung. Die Harsefelder spielten einen Diagonalball aus der eigenen Innenverteidigung, dem Bornreiher Defensivverbund fehlte es an der nötigen Orientierung. So konnte der Ball schließlich zu Dennis Osuch abgelegt werden – der ließ Ole Pasbrig mit seinem sehenswerten Abschluss von der Strafraumkante nicht den Hauch einer Chance.

Auch in der Folgezeit zeigten die Gastgeber die reifere Spielanlage und dominierten das Geschehen. Vor allem in den Zweikämpfen präsentierte sich die von Julian Geils trainierte Truppe deutlich aggressiver, die meisten zweiten Bälle landeten so bei einem TuS-Akteur. Wirklich viel Kapital konnten die Harsefelder aus ihren höheren Spielanteilen aber nicht schlagen, echte Hochkaräter waren lange Zeit Mangelware. Dafür ließen sie gegen harmlose Bornreiher kaum eine gefährliche Aktion zu. Einzig Pascal Kranz kam Mitte der ersten Halbzeit einmal zum Abschluss, setzte den Ball aber deutlich über das Gehäuse (25.).

Umstellung zeigt Wirkung

Ansonsten fehlte es dem Spiel der Gäste an der nötigen Zielstrebigkeit und Intensität. Kurz vor dem Seitenwechsel erlaubten sie sich zudem einen Fehler im Aufbauspiel, auch das anschließende Abwehrverhalten war alles andere als optimal. So konnte ein Harsefelder unbedrängt in den Strafraum eindringen, seine scharfe Hereingabe fälschte Ennio Cordes schließlich unhaltbar ins eigene Tor ab (39.). In der Pause stellten Gresens und Trainerkollege Frank Meyer dann auf ein 4-3-3 um – und siehe da: Die Bornreiher Mannschaft präsentierte sich im zweiten Durchgang viel energischer. Zwar blieb das Offensivspiel weiterhin etwas uninspiriert, immerhin legten die Blau-Weißen nun aber deutlich mehr Laufbereitschaft und Willen an den Tag.

So sahen die Zuschauer ein durchaus intensives Spiel, Torchancen gab es aber nicht mehr zu verzeichnen. Dementsprechend blieb es bei der 0:2-Niederlage – vor allem die Art und Weise beschäftigte Gresens dabei nach dem Schlusspfiff. „Man kann in Harsefeld verlieren und sechs Punkte nach drei Spielen sind natürlich völlig okay. Wie wir aber vor allem in der ersten Hälfte aufgetreten sind, ist trotzdem ärgerlich“, brachte Gresens, der im nun anstehenden Heimspiel gegen Stade ein anderes Gesicht seiner Man