Autor: Tobias Dohr (Weser Kurier)

Eines hatte ja schon lange festgestanden: „Dass es keinen Weg zurück zum Bremer SV gibt, war klar für mich“, sagt Sasa Pinter. Im November hatte der Tabellenführer der Fußball-Bremen-Liga bekanntermaßen seinem Trainer den Stuhl vor die Tür gestellt.

Was folgte, waren regelrechte Chaostage beim Bremer Traditionsklub – mit den weithin bekannten Folgen: Die Spieler traten in den Trainingsstreik, spielten noch die Punktspiele und dürfen dafür im Gegenzug nun den Verein im Winter verlassen. Ohne eine Sperre zu bekommen.

Wohin es die BSV-Kicker zieht, ist noch nicht bekannt. Aber jetzt steht zumindest schon mal fest, wo Pinter demnächst aktiv sein wird. Der 43-Jährige übernimmt ab 1.  Januar den Lüneburger Fußball-Landesligisten SV Blau-Weiß Bornreihe. Dort war erst am Freitagvormittag das Trainerduo Andre Lütjen und Bernd Böschen von seinem Posten zurückgetreten. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Niedersachsen stehen die „Moorteufel“ derzeit auch in der Landesliga schon wieder auf einem Abstiegsplatz. Den Klassenerhalt soll jetzt Sasa Pinter sichern – und dann möglichst etwas Langfristiges aufbauen.

Ob dabei auch einige Akteure aus dem BSV-Kader mithelfen werden, wird sich erst noch klären. Die Bornreiher jedenfalls wollten und müssen ohnehin im Winter personell nachlegen. Sowohl Pinter als auch die Bornreiher Vereinsführung signalisierten aber bereits: Eine Massenabwanderung vom BSV zum SVB ist auf keinen Fall zu erwarten. Nichtsdestotrotz dürfte in den kommenden Tagen sicher noch das eine oder andere Gespräch geführt werden zwischen Pinter und seinen Ex-Spielern.