Autor: Karsten Hollmann (Osterholzer Kreisblatt); Foto: Maximilian von Lachner

SV Bornreihe zeigt beim 2:0-Sieg über den SV Eintracht Lüneburg eine sehr gute Leistung

Philip Bähr zog sich vor Freude das Trikot über den Kopf. Gerade hatte er nach einer schönen Linksflanke von Michel Klimmek das Tor zum 2:0-Endstand für den SV Blau-Weiß Bornreihe im Heimspiel gegen den SV Eintracht Lüneburg erzielt (61.). 30 Sekunden zuvor hatte Bornreihes Torwart Nico Eden schon all sein Können aufbieten müssen, um bei einem Kopfball von Vincent Grzywaczewski den Ausgleich  zu verhindern.

„Da hatten wir endlich mal das nötige Spielglück. In den vorherigen Wochen waren solche Bälle immer gleich drin“, teilte der erleichterte Trainer der Hausherren, Saša Pinter, mit. Die Gastgeber begannen sehr stürmisch. Torben Poppe und Philip Bähr besaßen auch gleich in den ersten Minuten gute Kopfballchancen. Während Poppe dabei wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde, fand Bähr am kurzen Pfosten seinen Meister in Lüneburgs Keeper Jan-Hendrik Sommer.

Der Gast stand aber gerade im Abwehrzentrum sehr sicher und ließ lange nichts mehr hinten zu. Nach etwas mehr als einer halben Stunde zielte Jeremy da Rocha Nunes nach einem feinen Solo genau auf Sommer. Auf der Gegenseite verpasste Nico Eden einen Eckball von Phillip-Oliver Gruhn, räumte dabei aber seinen Vordermann Alexander Huhn ab. Der Kopfball von Marco Stoffregen strich aber knapp drüber.

In der 35. Minute spielte Philip Bähr dann mit einem tollen Pass Michel Klimmek frei. Der Mittelfeldmann behielt alleine vor Jan-Hendrik Sommer die Nerven und schob das Leder zur 1:0 in die linke Ecke. In den folgenden Minuten griffen die Gäste früher an. Dadurch entstanden jedoch Räume für die Blau-Weißen. Nach einem Zuspiel von Michel Klimmek scheiterte Torben Poppe an Sommer. Der souveräne Unparteiische Bastian Mertel entschied aber ohnehin auf Abseits (40.). Kurz vor der Pause prüfte Miguel Mendoza noch einmal Jan-Hendrik Sommer.

Kurz nachdem Artur Degtjarenko mit einem öffnenden Pass auf Michel Klimmek das 2:0 von Philip Bähr eingeleitet hatte, ergaben sich für die Platzherren einige hochkarätige Möglichkeiten zur endgültigen Entscheidung. Nach einem Querpass von Jeremy da Rocha Nunes tauchten mit Michel Klimmek und Torben Poppe gleich zwei „Moorteufel“ völlig frei vor Sommer auf. Klimmek übernahm die Verantwortung, zielte aber knapp rechts vorbei (65.). Zehn Minuten hiernach verlor Michel Klimmek auf Zuspiel von Torben Poppe eine weitere Eins-gegen-Eins-Situation gegen Jan-Hendrik Sommer.

Nach 79 Minuten brachte Adrian Chwiendacz freistehend keinen gefährlichen Schuss zustande, sodass das Spielgerät wieder zu einer sicheren Beute für Jan-Hendrik Sommer geriet. Dann stoppte Lüneburgs Timon Müller Miguel Mendoza mit unfairen Mitteln. Da er das gleiche einige Minuten zuvor auch schon mal mit dem Mann vom anderen Flügel, Jeremy da Rocha Nunes, getan hatte, verwies Bastian Mertel Müller konsequenterweise mit der Ampelkarte vom Feld (83.). Als Mertel zwei Minuten Nachspielzeit anzeigte, bekamen die Platzherren einen Eckball zugesprochen. Bornreihes Innenverteidiger Andre Waldau ging wie immer in den Strafraum vor, wurde aber von seinem Coach zurückgepfiffen. „Es sind nur noch zwei Minuten. Mit dir habe ich heute noch gar nicht geschimpft. Du warst jetzt mal dran“, beorderte ein allerdings gut gelaunter Saša Pinter seinen Abwehrmann zur Absicherung nach hinten.

In der ersten Minute der Nachspielzeit beförderte Torben Poppe die Kugel per Freistoß um Haaresbreite links neben das Gehäuse. 60 Sekunden später wartete der Goalgetter des Gastes, David Mehl, mit der ersten gefährlichen Aktion auf. Den Kopfball des zehnfachen Saisontorschützen lenkte der aufmerksame SVB-Keeper Nico Eden jedoch bravourös über die Querlatte.

„Wir haben Mehl ansonsten genau wie Nico Zemke im Verbund gut gedeckt“, freute sich Saša Pinter. Nach dem Abstoß von Eden wäre Miguel Mendoza alleine auf Jan-Hendrik Sommer zugelaufen. Doch Bastian Mertel pfiff das Spiel vorher ab.