Autor: Karsten Hollmann (Osterholzer Kreisblatt)

Jeremy da Rocha Nunes (19) war im vergangenen Winter vom FC Hagen/Uthlede zum SV Blau-Weiß Bornreihe gewechselt. Der Flügelstürmer machte gerade sein Fachabitur und möchte nun eine Ausbildung als Bauzeichner beginnen.

Merten Hellmann (25) ist bereits seit neun Jahren bei der TuSG Ritterhude aktiv. Der Webdesigner läuft nach einem Kahnbeinbruch zu Saisonbeginn mit einer Manschette an der rechten Hand auf, die ihm noch Stabilität verleihen soll.

Herr da Rocha Nunes, fühlen Sie sich als Matchwinner des Derbys?

Jeremy da Rocha Nunes:Nein, unser Sieg war eher das Resultat einer Teamleistung. Wenn die gesamte Mannschaft nicht 90 Minuten zusammenhalten würde, gewinnen wir auch keine Spiele. Deshalb ist die Leistung eines Einzelnen auch nicht so wichtig.

Haben Sie nach dem 0:1 die Befürchtung gehabt, dass es schief gehen könnte?

Nein. Wir haben das Spiel über die gesamten 90 Minuten bestimmt und uns die ganze Zeit viele gute Möglichkeiten herausgespielt. Deshalb war es für mich auch nur eine Frage der Zeit, ehe wir das Spiel drehen werden. Unser Trainer Saša Pinter hat uns in der Halbzeitpause auch darauf hingewiesen, dass wir unserer Linie einfach treu bleiben sollen.

Ärgern Sie sich darüber, dass es nicht auch noch mit dem dritten Treffer geklappt hat?

Natürlich hätte ich gerne auch noch mein drittes Tor erzielt. Ich habe auch aus meiner Geschwindigkeit heraus gedacht, dass ich den Ball reinmachen werde. Doch leider stand Merten Hellmann auf der Linie.

Herr Hellmann, war der SV Blau-Weiß Bornreihe heute einfach zu stark?

Merten Hellmann: Das würde ich nicht sagen. Auch wenn die Bornreiher bereits in der ersten Halbzeit immer knapp an einem Tor dran waren, haben wir uns leidenschaftlich gegen ein Gegentor gestemmt und super gekämpft. Bis auf die zehn Minuten direkt nach der Pause haben wir es gut gemacht. Dann hat Bornreihe unsere Fehler leider jedoch eiskalt bestraft.

Was muss sich nun ändern, damit Ihr Team wieder erfolgreich ist?

Wir müssen einfach in den entscheidenden Phasen noch aufmerksamer sein. Zu oft leisten wir uns kurze Phasen, in denen wir nicht aufpassen. Uns fehlt aber in dieser Saison oft auch das Spielglück, so wie bei der unglücklichen 1:3-Niederlage gegen den SV Eintracht Lüneburg. Wir halten immer wieder gut mit. Doch wenn man da unten steht, fehlt am Ende häufig das Glück.

Die Fragen stellte Karsten Hollmann.

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