Autor: Karsten Hollmann; Foto: Wümme Zeitung – 13. Mai 2019 (e-Paper)

Pascal Kranz (20) ist erst in der Winterpause von Ritterhude nach Bornreihe gewechselt. Der Offensivmann lebt in Ritterhude und absolviert hier auch eine Ausbildung zum Courier-Express-Paketdienst-Kaufmann.

Hendrik Schulz (28) kam vor der aktuellen Spielzeit vom Bremer Landesligisten TSV Lesum-Burgdamm zur TuSG. Der Schlussmann arbeitet als Verwaltungsfachangestellter und wohnt in Bremen-Nord.

Herr Schulz, war es für Sie ein dankbares Spiel, weil Sie so viel zu tun hatten?

Hendrik Schulz: Das kann man so nicht sagen. Ich hätte lieber die drei Punkte geholt. Wenn man aber bereits nach wenigen Sekunden mit 0:1 in Rückstand gerät, wird es natürlich schwer. Es war blöd, dass wir gleich das erste Gegentor kassiert haben. Aber so etwas passiert auch in der Bundesliga immer wieder. Die Bornreiher wollten dieses Tor auch unbedingt.

Weshalb haben Sie sich nach einer halben Stunde behandeln lassen?

Ich hatte mir bereits beim Aufwärmen den Knöchel verletzt. Auch wenn es für mich ein schwerer Start in die Partie war, wollte ich unbedingt spielen. Die Verletzung hat sich dann aber im Laufe der ersten Halbzeit immer wieder bemerkbar gemacht. In der Pause haben wir mein Sprunggelenk dann jedoch in Ruhe getapet. Danach ging es dann auch deutlich besser.

Wie haben Sie das 3:0 von Michel Waldow gesehen? War das wirklich unhaltbar?

Nein, gewiss nicht. Er hat mich nur auf dem falschen Fuß erwischt. Ich hatte mich bereits auf dem Weg in die andere Richtung befunden und war deshalb zu spät. Ich bin heute aber auch insgesamt nicht mit meiner Leistung zufrieden, weil ich schließlich drei Gegentore hinnehmen musste.

Herr Kranz, stellt der Sieg gegen Ihren Ex-Klub eine Genugtuung für Sie dar?

Pascal Kranz: So lange war ich ja nun auch nicht in Ritterhude. Aber ich wollte es meinen Ex-Kollegen schon zeigen und war extra motiviert. Mein Trainer hatte mich aber auch darauf hingewiesen, es nicht zu übertreiben. Daran habe ich mich auch gehalten.

Beschreiben Sie doch mal die beiden Treffer, an denen Sie direkt beteiligt waren.

Wir haben direkt Druck auf den Gegner ausgeübt. Als Michel Waldow dann zum Sprint ansetzte, bin ich einfach mitgelaufen. Das Tor zum 1:0 war dann einfach. Wenn ich den Ball nicht reingemacht hätte, wäre dies nicht gerade gut für mein Selbstvertrauen gewesen. Beim 2:0 habe ich dann Torben Poppe in der Mitte gefunden. Mit seiner Größe ist Poppe natürlich immer ein willkommener Anspielpartner im Sturmzentrum. Ihn kann man immer bedienen.

Waren Sie sauer über Ihre Auswechslung?

Nein. Wir haben so viele gute Offensivspieler in unseren Reihen. Da ist es klar, dass man selten über die vollen 90 Minuten spielt. Das ist aber auch in Ordnung. Ich hatte auch ordentlich Gas gegeben und stelle mich da stets ganz in den Dienst der Mannschaft.

Die Fragen stellte Karsten Hollmann.

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