Möge das Spektakel beginnen

SV Blau-Weiß Bornreihe

17. Januar 2020
Autor: Dennis Schott; Foto: Wümme Zeitung

Der VSK Osterholz-Scharmbeck lädt zum 23. Schmolke-Cup – dieses Mal in der BBS-Halle

Es wird wieder sehr voll werden an diesem Sonnabend. So voll wie in den vergangenen Jahren auch. Der Schmolke-Cup zählt eben traditionell zu den am besten besuchten Fußball-Hallenturnieren im Landkreis. Man trifft sich. Man unterhält sich. Man trinkt ein Bier zusammen. Markus Friedrichs, der das Turnier des VSK Osterholz-Scharmbeck gemeinsam mit Ralf Strömer organisiert, spricht von einem „gesellschaftlichen Part“, den die Veranstaltung neben dem Sportlichen erfülle und zieht einen kleinen Vergleich zu den Sixdays in Bremen. Dort ginge es  für die einen um den Sport, für die anderen um die Party, und für manche um beides zusammen.

So wie immer wird es indes nicht werden an diesem Sonnabend. Der traditionelle Standort, die Kreissporthalle am Gymnasium, wurde gegen einen neuen eingetauscht. Die Halle an den Berufsbildenden Schulen offenbart dabei einen großen Unterschied. Die Zuschauerränge befinden sich nicht unmittelbar in Nähe zum Spielfeld, was den besonderen Charakter dieses Turniers immer ausgemacht hatte, sondern oberhalb. Die Distanz zu den Spielern ist also um ein Vielfaches größer.

Große Vorfreude beim Gastgeber

„Es ist ein Versuch“, kann Markus Friedrichs noch nicht ersehen, wie gut die neue Location angenommen werden wird. Der Umzug in die BBS-Halle war nicht zwingend erforderlich gewesen, vielmehr erhoffen sich die Organisatoren einen neuen Impuls. In der Kreissporthalle war es nämlich oft so gewesen, dass es sich am Eingang sehr ballte, der Raum begrenzt war. Ein Umstand, der zudem der Organisation nicht immer zuträglich war, wenn die Getränke oder das Büfett nachgefüllt werden mussten. „Ob es jetzt am Sonnabend insgesamt besser wird, wissen wir erst nach dem Turnier“, meint Markus Friedrichs.

Die Vorfreude beim Team-Manager des Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck ist in jedem Fall groß. Es ist schließlich das eigene Turnier. Und eines, das als das wichtigste während der Winterpause zählt. Findet der Schmolke-Cup statt, ist auch immer von der inoffiziellen Kreismeisterschaft die Rede. Es sind ja auch die besten Teams aus dem Landkreis Osterholz dabei. An erster Stelle ist da Landesligist SV Blau-Weiß Bornreihe zu nennen. „Der Weg zum Sieg wird nur über Bornreihe gehen“, weiß Friedrichs aus eigener Erfahrung. Die „Moorteufel“ sind Abonnement-Sieger beim Schmolke-Cup und gehen auch in diesem Jahr als Favorit an den Start.

Und dahinter? Ist das Feld ziemlich ausgeglichen. Dem Tabellenstand nach zu urteilen, dürften dem FC Hambergen als Vierter der Bezirksliga und der TuSG Ritterhude als Fünfter zumindest bessere Chancen eingeräumt werden als dem FC Hansa Schwanewede (12.) oder dem VSK Osterholz-Scharmbeck (15.). Doch eine Vorhersage scheint schwierig, schließlich hat jedes Team einige technisch versierte Kicker in ihren Reihen, die ihr Können in der Halle umsetzen können. So wie auch der SV Komet Pennigbüttel, der in den vergangenen Jahren oft absagte, dieses Mal aber wieder dabei ist. „Was mich auch freut“, meint Markus Friedrichs. So sind alle Bezirksligisten aus dem Landkreis beim Schmolke-Cup dabei. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch die zweite Mannschaft des VSK und den Kreisligisten SV Lilienthal/Falkenberg, der als Ex-Bezirksligist oft beim Turnier zugegen war. Gerne hätten die Verantwortlichen auch den Oberligisten FC Hagen/Uthlede eingeladen, aber der gab dem VSK einen Korb. „Ist ja auch okay, das verstehen wir. Sie hatten ja eine schwierige Hinrunde und wollen sich gezielt auf die Rückrunde vorbereiten“, nahm Friedrichs die Absage gelassen zur Kenntnis.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, was sich der Ausrichter selbst vorgenommen hat. „Wir wollen ja immer gewinnen“, sagt Markus Friedrichs, wohl wissend, dass es ein ganz schwieriges Unterfangen werden wird. „Aber“, fügt der VSK-Teammanager hinzu, „wir haben Bornreihe in Tarmstedt geschlagen.“ Ob es eine Wiederholung gibt?