Maximal effektiv

SV Blau-Weiß Bornreihe

25. August 2020
Autor: Dennis Schott; Foto: Wümme Zeitung

Der SV Blau-Weiß Bornreihe überzeugt im Testspiel bei der SFL Bremerhaven vor allem zu Beginn – am Ende steht es 5:1

Wer zu spät zum Testspiel des SV Blau-Weiß Bornreihe bei der SFL Bremerhaven gekommen war, hatte selbst schuld. Der Fußball-Landesligist brannte beim Vierten der abgelaufenen Bremen-Liga-Saison gerade zu Beginn ein echtes Feuerwerk ab. „Wir waren unglaublich präsent“, meinte Spielertrainer Nils Gresens zur Anfangsviertelstunde. Und Coach Frank Meyer freute sich vor allem über das „super Gegenpressing“. So führten die „Moorteufel“ bereits nach 12 Minuten mit 3:0, am Ende stand ein klarer 5:1 (4:1)-Erfolg zu Buche.

Einer, der sogar noch höher hätte ausfallen können. In der zweiten Halbzeit lief Pascal Kranz gleich zweimal allein auf das gegnerische Gehäuse zu, scheiterte aber einmal und ließ sich das Leder danach vom SFL-Keeper stibitzen. „Normalerweise muss er einen davon machen“, meinte Meyer, wollte seinem Schützling aber nicht allzu große Vorwürfe machen. Wie der gesamten Mannschaft nicht, die im zweiten Abschnitt nicht mehr ein ganz so hohes Tempo ging. Das Training unter der Woche war doch sehr intensiv gewesen, die Temperaturen trugen ihr Übriges dazu bei. Das änderte nichts an der Meinung des Trainergespanns, dass „wir, was den Fitnessstand betrifft, schon ganz gut aufgestellt sind“, erklärte Gresens. In konditioneller Hinsicht hatten die Blau-Weißen ihren Gegner jedenfalls im Griff, so der Spielertrainer.

Wenn es an der zweiten Halbzeit etwas auszusetzen gab, dann, dass die Gäste nicht mehr so effektiv waren. Neben den Alleingängen von Pascal Kranz gab es noch die eine oder andere Möglichkeit, was indes auch für die Gastgeber galt. So musste Torwart Ole Pasbrig einmal sein ganzes Können beweisen. Aber von der Effektivität der ersten Minuten waren die Bornreiher dann doch weit entfernt. „Wir waren wirklich sehr zielstrebig in unseren Aktionen, ohne noch einmal einen Haken zu schlagen“, kommentierte Gresens den frühen Doppelpack von Michel Klimmek (5./7.). Als Torben Poppe dann nur regelwidrig gestoppt werden konnte, erhöhte Jeremy da Rocha Nunes per Foulelfmeter auf 3:0 (12.). Die Messe war schon zu diesem frühen Zeitpunkt gelesen, und der Sieg sollte auch trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers von Mirco Tatje (23.) nicht in Gefahr geraten. Zumal Hendrik Lütjen nur vier Minuten danach den alten Toreabstand wiederherstellte. Ach, ja: Und auch „Chancentod“ Pascal Kranz kam im zweiten Abschnitt doch noch zu seinem Erfolgserlebnis. Acht Minuten vor Ultimo markierte er per Foulelfmeter den Endstand.