Autor: Thomas Müller (Osterholzer Kreisblatt)

Fußball-Landesligist SV Blau-Weiß Bornreihe geht gleich zu Jahresbeginn in die Vollen: Noch vor dem offiziellen Trainingsauftakt am 10. Januar nehmen die „Moorteufel“ an mehreren Hallenturnieren teil.

Dabei ist ihr neuer Trainer Sasa Pinter nicht wirklich ein Freund des Indoor-Kicks: „Aber die Termine wurden ja schon vor längerer Zeit vereinbart, die werden wir jetzt nicht absagen.“ So war Pinter auch beim Neujahrsturnier des Weser-Ems-Bezirksligisten SV Brake am gestrigen Dienstagabend nicht dabei. Sein Arbeitsschwerpunkt ist eh ein ganz anderer: „Ich muss erst mal das Team kennenlernen. Bornreihe wird ja einen ganz neuen Anstrich bekommen.“

In der Tat gibt es eine Reihe von personellen Veränderungen zu vermelden mit Zu-, aber auch Abgängen. So ist der bereits avisierte Wechsel von Mittelfeldstratege Artur Degtjarenko vom Bremer SV nun auch amtlich. Zudem kommt vom selben Verein Defensivakteur André Waldau, wie Teammanager Gerd Stelljes auf Anfrage bestätigte. Des Weiteren wechselt der 19-jährige Jeremy Da Rocha Nunes (Defensive/Mittelfeld) vom FC Hagen/Uthlede nach Bornreihe. Als Torwart war schon vor geraumer Zeit Teo Nekic vermeldet worden. „Wahrscheinlich werden es noch zwei weitere Neuzugänge sein“, kündigte Stelljes an.

Dafür haben sich andere Spieler bei den „Moorteufeln“ abgemeldet: Philip Knauth (ohne Freigabe zur TuSG Ritterhude), Niklas Huning (zum SC Borgfeld) – und der wegen Schambeinentzündung schon länger pausierende Till Augsburg. „Die Trennung ging von ihm aus“, sagte Gerd Stelljes, „Probleme gab es aber keine mit ihm.“ Nur dass der Keeper wohl keine wie auch immer geartete Perspektive mehr in Bornreihe sah. Auch Jacob Geber fehlt im Kader: Der Youngster wolle im Sommer ein Studium beginnen, so Stelljes, und bis dahin noch ein wenig die Welt bereisen. Bei Dustin Hirsch ist ein Verbleib noch offen.

„Keine Frage, das ist eine ziemliche Fluktuation“, räumte Stelljes ein, „zumal im Winter.“ Auch Trainer Sasa Pinter sieht das so: „Keiner wünscht sich solche Wechsel in der Pause.“ Besonders die Rückkehr von Degtjarenko ist in Vereinskreisen durchaus umstritten, obwohl seine Integration in ein weitgehend bekanntes Team wohl ohne Probleme verlaufen dürfte.

Vor einem Jahr hatte er den Bornreihern bekanntlich seine Zusage für eine weitere Saison gegeben, um im Juni seinen Wechsel zum Bremer SV zu verkünden. Das hatten ihm viele übel genommen. Auch Vereinschef Michael Rehberg gefiel jene Sprunghaftigkeit nicht: „Ja, das war damals sehr unangenehm. Aber jeder darf einen Fehler machen, der wird ihm verziehen. Punkt.“ Degtjarenko habe sich ja ansonsten nichts zuschulden kommen lassen. Und sportlich sei der 26-Jährige sowieso über jeden Zweifel erhaben.