Hin- und hergerissen

SV Blau-Weiß Bornreihe

18. November 2019
Autor: Karsten Hollmann

Bornreihe macht in Stade aus einem 0:2 noch ein 2:2, doch der Punktgewinn ist eigentlich zu wenig

Nils Gresens ist nach dem 2:2 (1:2)-Remis seines SV Blau-Weiß Bornreihe in der Fußball-Landesliga beim Rangsiebten VfL Güldenstern Stade hin- und hergerissen gewesen. Auf der einen Seite freute sich Bornreihes Spielertrainer darüber, dass sein Team einen 0:2-Rückstand noch aufholte: „Das spricht für die Moral der Mannschaft.“ Auf der anderen Seite waren die Blau-Weißen nach Stade gereist, um drei Zähler zu holen. „In unserer derzeitigen Situation ist ein Punkt eigentlich zu wenig“, betonte Gresens.

Die drei Punkte waren für den Drittletzten auch greifbar nahe. Alleine in der ersten halben Stunde vergaben die „Moorteufel“ drei hochkarätige Möglichkeiten zu einer Führung. „Wir haben den Ball aber leider nicht ins Tor gebracht“, bedauerte Nils Gresens. Dann leistete sich ein Bornreiher einen individuellen Aussetzer im Aufbauspiel. Pascal Voigt durfte daraufhin alleine auf SV-Schlussmann Ole Pasbrig zulaufen. „Wenn Ole den gehalten hätte, wäre es weltklasse gewesen. Aber bei dieser Eins-gegen-eins-Situation war unserem Torwart kein Vorwurf zu machen“, versicherte Gresens. Voigt behielt die Übersicht und erzielte das 1:0 für die Hausherren (33.).

Es kam aber sogar noch schlimmer für die Akteure um Kapitän Steffen Dietrich. Nur sechs Minuten nach dem Führungstor erhöhten die Platzherren auf 2:0. Nach einer Flanke von außen durfte Artin Shamoli aus sieben Metern unbedrängt zur vermeintlichen Vorentscheidung einschießen. „Das haben wir komplett als Mannschaft nicht gut verteidigt“, kritisierte Nils Gresens. Dieser weitere Nackenschlag sei so kurz nach dem 0:1 schlecht zu verdauen gewesen. Die Gäste kamen aber noch im ersten Durchgang zurück. Steffen Dietrich bediente nach einem Flügellauf über rechts Torben Poppe im Sturmzentrum. Der hoch aufgeschossene Angreifer legte das Spielgerät mit der Brust auf Michel Klimmek ab, der mit einem herrlichen Volleyschuss von der Strafraumgrenze unter die Querlatte das 1:2 markierte. „Das war ein sehr schöner Spielzug“, freute sich Gresens.

13 Minuten nach dem Wiederanpfiff glichen die Blau-Weißen sogar zum 2:2 aus. Der eingewechselte Pascal Kranz passte den Ball scharf von der rechten Seite auf den langen Pfosten zu Hendrik Lütjen, der zum 2:2 vollstreckte.

Der Gast intensivierte seine Offensivbemühungen zwar in der Folgezeit noch, kam aber dabei nur noch zu Halbchancen. „Wir hatten uns zwar mehr erhofft, haben aber als Mannschaft dennoch gut gespielt“, bilanzierte Nils Gresens.