Gestern Ribéry, morgen Landesliga

SV Blau-Weiß Bornreihe

9. Mai 2019

Autor: Wümme Zeitung – 7. Mai 2019 (e-Paper)

Der regionalligaerfahrene Meikel Klee wechselt nach Bornreihe – genau wie Ole Pasbrig und Marius Lennartz

Der SV Blau-Weiß Bornreihe bastelt weiter kräftig an seinem zukünftigen Kader. Und dabei kann der Fußball-Landesligist zum wiederholten Male überraschen. Immerhin hatten nicht wenige den “Moorteufeln” nach dem von Trainer Saša Pinter verkündeten Rückzug einen großen Aderlass prognostiziert. Doch der neue Teammanager Alexander Küstner sowie der zur neuen Spielzeit zurückkehrende Coach Michael Rickers konnten den Großteil der bestehenden Mannschaft zum Bleiben bewegen. Und präsentieren jetzt auch noch einen absoluten Königstransfer.

Denn die Fans der Blau-Weißen dürfen sich auf einen regionalligaerfahrenen Spieler im Teufelsmoor freuen. Und zwar einen wirklich regionalligaerfahrenen – nicht bloß einen, der mal eine halbe Saison bei einem Regionalligisten an Position 21 auf der Kaderliste stand. Meikel Klee gehört seit vielen Jahren bei der SV Drochtersen/Assel zum Inventar, ist seit dem Regionalliga-Aufstieg des Vereins im Sommer 2015 Stammspieler bei den Blau-Roten gewesen. Nun wechselt der 31-Jährige zum SV Bornreihe. “Wir haben wirklich viele Gespräche mit Meikel geführt und sind natürlich extrem glücklich, dass wir so einen Mann von uns überzeugen konnten”, betont Küstner.

Neun Jahre bei einem Verein

Der Teammanager hat in den zahlreichen Gesprächen festgestellt, dass der erfahrene Abwehrspieler Charaktereigenschaften mitbringt, die man heute bei einigen jungen Spielern vermisst: “Er hat sofort gefragt, wann Trainingsauftakt ist, weil er seinen Urlaub entsprechend planen will”, berichtet Küstner und fügt hinzu: “Meikel passt von seiner Art wirklich perfekt ins Teufelsmoor.” Der in Bremervörde wohnende Klee könnte tatsächlich eine Schlüsselrolle im neuen Team der “Moorteufel” einnehmen. Dass ein Mann mit solch einer Vita das Zeug zum neuen Abwehrchef hat, scheint jedenfalls außer Frage zu stehen.

Aus der U19 des TuS Heeslingen wechselte Klee im Sommer 2006 zu Güldenstern Stade und ging vier Jahre später schließlich zur SV Drochtersen/Assel. Dort kickt Klee nun seit mittlerweile neun Jahren, ist also offenbar ein durch und durch vereinstreuer Spieler. Er stieg 2012 von der Landesliga in die Oberliga auf und war auch mittendrin, als schließlich der Sprung in die Regionalliga glückte. Im vergangenen Sommer dann das absolute Karrierehighlight: Klee steht in der Startelf im DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen Bayern München, bekommt es auf der rechten Abwehrseite vornehmlich mit Franck Ribéry zu tun – und macht genau wie die gesamte SV-Mannschaft ein überragendes Spiel. Erst in der 81. Minute trifft Robert Lewandowski zum 1:0-Endstand für den Rekordmeister.

All diese Erfahrungen wird Meikel Klee nun bald im Teufelsmoor mit den Spielern teilen. Bei all der Strahlkraft, die dieser Königstransfer verbreitet, rücken zwei andere Personalien fast zwangsläufig in den Hintergrund. Dabei sind auch diese Namen durchaus interessant. Denn mit Ole Pasbrig wechselt ein alter Bekannter zurück ins Teufelsmoor. Der 26 Jahre alte Torwart, der vor seinen Stationen beim SV Komet Pennigbüttel und TSV Wallhöfen auch schon einige Jahre für die Blau-Weißen auflief, war heiß begehrt im Landkreis. So soll Pasbrig unter anderem bei den Bezirksligisten FC Hambergen und VSK Osterholz-Scharmbeck ein Probetraining mitgemacht haben. Am Ende entschied sich Pasbrig aber für Bornreihe, wo er sich nun dem Dreikampf mit Alexander Janosch und Martin Küstner stellen wird.

Der dritte Neue kommt von der SG Stinstedt, wo Marius Lennartz zuletzt zwei Jahr aktiv war. Davor kickte der 32-jährige Defensivspieler viele Jahre für den TSV Stotel. “Er ist flexibel einsetzbar, hat einen starken Schuss und bringt ebenfalls eine gewisse Erfahrung mit”, freut sich Alexander Küstner auf Lennartz. Ausscheiden aus dem aktuellen Kader wird hingegen Andre Waldau, der jüngst zum ersten mal Vater wurde und künftig etwas kürzertreten will. Somit steht nur noch eine Entscheidung bei Stürmer Patrick Müller aus. Allerdings deutete Küstner an, dass noch zwei weitere Transfers in der konkreten Planung sind: “Da steht die finale Entscheidung aber noch aus. Und dann werden wir auch zeitnah wissen, was mit Patrick Müller passiert.” Mit gut 20 Spielern habe der Bornreiher Kader aber jetzt auch schon eine ausreichende Quantität – und die Qualität scheint ebenfalls zu stimmen.

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