Förderung für Flutlicht und Fotovoltaik

SV Blau-Weiß Bornreihe

20. Juli 2020
Autor: Christa Neckermann; Foto: Wümme Zeitung

Osterholzer Stadtwerke unterstützen aus ihrem Ökostrom-Fonds sechs gemeinnützige Klimaschutz-Projekte

Im vergangenen Jahr haben die Osterholzer Stadtwerke erstmals gemeinnützige Klimaschutz-Projekte gefördert. Unter dem Motto „Weil es keinen Planeten B gibt“ unterstützen die Osterholzer Stadtwerke seither Ideen für einen klimafreundlichen Landkreis. Bewerben können sich Bürger, Gruppen, Vereine und Institutionen; einzige Voraussetzungen ist, dass die Maßnahme zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beiträgt und innerhalb von zwei Jahren umgesetzt wird. Nachdem im Sommer 2019 dabei für sieben Projekte insgesamt 19 000 Euro ausgeschüttet worden waren, folgte nun die zweite Auflage des Programms.

Organisatorin Carolin Novak, Unternehmenssprecher Jürgen Möller und der Geschäftsführer der Osterholzer Stadtwerke, Christian Meyer-Hammerström, stellten jetzt die Gewinner der Jahres 2020 der Öffentlichkeit vor. Dieses Mal wurden 15 400 Euro unter sechs Klimaschutz-Projekten aufgeteilt. Die Fördermittel kommen letztlich aus der Einführung des Ökostroms für die Vertragskunden der Osterholzer Stadtwerke: Die Stadtwerke haben sich dazu verpflichtet, für jede verbrauchte Kilowattstunde des zertifizierten Ökostroms aus europäischen Wasser- oder Windenergieanlagen 0,025 Cent in einen Klimaschutz-Fonds zu zahlen.

Bis zum 31. Mai konnten die Kunden der Osterholzer Stadtwerke jetzt wieder auf der Website des Energieversorgers darüber abstimmen, welches Klimaschutz-Projekt die meiste Zustimmung verdient hat. Von 958 abgegebenen Stimmen entfielen dabei 332 Stimmen auf den TSV Sankt Jürgen; das entsprach 34,7 Prozent und brachte dem Verein 5337 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Leuchten ein. „Unsere Herren- und Damenmannschaften können jetzt auch noch später am Abend trainieren“, erläuterte Sören Weiland, Vorstandsmitglied des Sportvereins. „Das LED-Licht hilft uns, Geld einzusparen; das kommt uns dann wieder für unsere 800 Mitglieder zugute”, so Weiland.

Schützen erneut erfolgreich

Der Lilienthaler Schützenverein hatte sich auch 2019 schon erfolgreich um einen Preis beworben. Seinerzeit war mit dem Geld eine Fotovoltaik-Anlage unterstützt worden. In diesem Jahr waren die Lilienthaler Schützen mit einem weiteren Energiespar-Konzept erfolgreich: Sie wollen eine Stromtankstelle erreichten, die auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen soll. Die Osterholzer Stadtwerke unterstützen dieses Vorhaben nun mit 4228 Euro; das Projekt hatte 263 Stimmen erhalten, immerhin 27,5 Prozent. Derzeit sei die Solarstrom-Anlage aus dem Vorjahr die einzige Einnahmequelle des Vereins, erklärte Axel Erbe, erster Vorsitzender der Schützen. Mit der Errichtung der Energietankstelle erhoffe sich der Verein weitere Einkünfte.

Auch der SV „Komet“ Pennigbüttel will das Preisgeld in Höhe von 2926 Euro in die Umrüstung der derzeit vorhandenen Flutlichtanlage auf LED-Licht stecken, wie „Komet“-Vorsitzender Martin Wagener berichtete, der gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden, Florian Lührsen, zum Pressetermin bei den Stadtwerken gekommen war. „Unsere Anlage ist leider schon sehr in die Jahre gekommen“, bedauerte Wagener. „Auch die Ausleuchtung des Platzes ließ inzwischen zu wünschen übrig“. Der Verein sehe sich als ökologischer Verein, bei dem “grünes Denken” dazugehöre. Für das Projekt hatten 182 Bürger gestimmt, das entsprach 19 Prozent der Teilnehmer.

Eine besonders schmackhafte Idee hatte die Ortschaft Freißenbüttel zur Abstimmung gestellt: Vor einiger Zeit hatte die Ortschaft am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen und dabei verschiedene Ideen entwickelt. Eine davon setzen die Freißenbütteler nun mithilfe des Umweltfonds der Osterholzer Stadtwerke um. „Wir möchten auf einem breiten Grünstreifens entlang des Heimelbergs Bäume zehn verschiedener Obstsorten anpflanzen“, erläuterte Ortsvorsteher Martin Kock, der mit Tochter Anna zur Preisübergabe gekommen war. 88 abgegebene Stimmen (das sind 9,2 Prozent) spülten 1415 Euro in die Projektkasse der Freißenbütteler. „Auf einer Tafel, die wir aufstellen wollen, werden wir die Bürger über die gepflanzten Obstbäume informierten“, versprach Kock.

Beim SV Blau-Weiß Bornreihe wird das Preisgeld ebenfalls in die Erneuerung der Flutlichtanlage und Umrüstung auf LED gesteckt, verriet Kassenwart Nils Meyerdierks. „Die Anlage wurde 2003/04 gebaut, inzwischen haben Lichtmessungen allerdings schlechte Werte ergeben – besonders im Strafraum”, sagte Meyerdierks von den „Moorteufeln“. Anfang August solle die Anlage erneuert werden. 58 Kundenstimmen (entsprechend 6,1 Prozent) für das Projekt der Bornreiher brachten 932 Euro in die Vereinskasse.

Die Diakonische Behindertenhilfe Lilienthal war auch im vergangenen Jahr dabei gewesen. Damals waren 700 Euro in Wärmeerzeugung aus Sonnenkraft geflossen. In diesem Jahr konnte Elke Barkhoff, Referentin für Projektkoordination, 563 Euro entgegennehmen. Damit soll eine Fotovoltaik-Anlage unterstützt werden. Möglich gemacht hatten diesen Betrag 35 Stimmen aus der Bevölkerung, das entspricht 3,7 Prozent.

Den Dank der Gewinner leitete Stadtwerke-Geschäftsführer Meyer-Hammerström direkt an die Kunden der Osterholzer Stadtwerke weiter: „Unsere Kunden sind es, die diesen Dank verdienen, denn sie füllen den Topf, aus dem sich dieser Fonds speist.”