Es passt einfach alles: Bornreihe schlägt den Spitzenreiter

SV Blau-Weiß Bornreihe

19. Oktober 2020
Autor: Dennis Schott; Foto: Wümme Zeitung

Fußball-Landesligist setzt sich im Top-Spiel gegen die SV Drochtersen/Assel II mit 2:0 durch

Um diese Feststellung kam Frank Meyer nicht umhin. “Heute hat alles gepasst”, sagte der Trainer des SV Blau-Weiß Bornreihe. Zum Beispiel, dass Keeper Daniel Griesbach einmal “überragend”, so Meyer, kurz vor dem Ende hielt und seinem Team damit die 1:0-Führung bewahrte. Oder, dass die “Moorteufel” einmal in höchster Not auf der Linie klären mussten. “Das gehört einfach dazu”, meinte Coach Meyer. Er hätte auch sagen können: “Das gehört einfach dazu, wenn man den Spitzenreiter schlagen will.” Genau das nämlich tat der Fußball-Landesligist mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die SV Drochtersen/Assel II.

Es war, wenn man so will, das Glück des Tüchtigen, das den Bornreihern in diesen Situationen hold war. Denn: “Nur wir haben etwas für das Spiel getan”, hob Frank Meyer nach diesem Topspiel hervor. Der Sieg des Staffeldritten sei deshalb “hochverdient” gewesen. Und es war – das stellte der Trainer ebenfalls heraus – ein Erfolg der gesamten Mannschaft. “Im Moment kann man reinwerfen, wen man will. Die Jungs machen das wirklich gut”, meinte Meyer. Wie gesagt: Es hat einfach alles gepasst.

Dazu gehört auch, dass die Gastgeber davon profitierten, dass sie früh in Führung gegangen sind. Die Blau-Weißen gingen einem verlorenem Ball konsequent nach, eroberten sich ihn zurück, bedienten in der Mitte den mitgelaufenen Jascha Stern, der das Leder über die Linie drückte (15.). Ein Treffer, der den Hausherren in die Karten spielte, keine Frage. Aber so früh der Treffer auch fiel, so verdient war er. “Das hatte sich angedeutet”, urteilte Bornreihes Coach. Die 1:0-Pausenführung spiegelte die Kräfteverhältnisse richtig wider, fand er.

Schippe draufpacken

Mit dem bisher Erreichten wollten sich die “Moorteufel” aber nicht zufriedengeben. “Wir wollten noch eine Schippe drauf legen”, verriet Meyer. Und das taten die Gastgeber denn auch. Die wirklich hundertprozentigen Chancen sahen die Zuschauer zwar nicht, dafür eine Bornreiher Mannschaft, die den Vorwärtsgang eingeschaltet ließ und den Spitzenreiter mit großer Laufbereitschaft bearbeitete. “Für wirklich gute Möglichkeiten fehlte die letzte Präzision oder der letzte Schritt”, beobachtete Bornreihes Coach. Aber auch wenn sich der (Tor)Erfolg zunächst nicht einstellen sollte: Immerhin hielten die “Moorteufel” den Spitzenreiter weiterhin fern vom eigenen Kasten. Zumindest größtenteils.

So mussten sich die Hausherren bis zur Schlussminute gedulden, ehe sie sich siegessicher sein durften. Der erst kurz zuvor eingewechselte Michel Waldow flankte auf den ebenfalls erst seit 20 Minuten auf dem Platz befindlichen Philip Bähr, der mit dem 2:0 alles klar machte. “Ich glaube, es war die erste Ballberührung von Michel bis dahin”, so Meyer. Es hat eben alles gepasst.

Eine Seltenheit hielt das Spiel noch bereit, ehe es starten konnte. Denn der eigentliche Schiedsrichter verletzte sich beim Warmmachen, wurde von den Bornreihern zwar noch behandelt, konnte das Spiel aber nicht leiten und musste durch den Linienrichter ersetzt werden. Das Spiel wurde deshalb mit 30 Minuten Verzögerung angepfiffen. “Aber da muss man mal wirklich ein Lob aussprechen: Der Schiedsrichter hat seine Sache sehr gut gemacht”, erklärte Meyer. Er kam aus der Lobhudelei einfach nicht mehr heraus.