Erst souverän, dann zittrig

SV Blau-Weiß Bornreihe

12. Oktober 2020
Autor: Jan-Henrik Gantzkow, Foto: Wümme Zeitung

SV Bornreihe hat beim VSV Hedendorf/Neukloster alles im Griff – bis auf die Schlussphase

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat die Aufstiegsrunde in der Landesliga Lüneburg weiter fest im Blick: Durch einen 3:1 (1:0)-Auswärtssieg beim VSV Hedendorf-Neukloster festigten die „Moorteufel“ den dritten Tabellenplatz. Zwar mussten die Bornreiher am Ende noch mächtig um den Erfolg zittern, letztlich ging er aber dennoch vollkommen in Ordnung.

„Wenn man das ganze Spiel betrachtet, haben wir verdient gewonnen. Über 60 Minuten haben wir komplett dominiert und hätten auch höher führen können“, resümierte Spielertrainer Nils Gresens nach dem zweiten Sieg in Serie. Von Beginn an bestimmten die spielfreudigen Gäste dabei das Geschehen und wussten auf dem Kunstrasenplatz immer wieder durch gelungene Kombinationen zu überzeugen. Oftmals kam aber der letzte Pass nicht an, sodass sich die Gresens-Elf über weite Strecken der ersten Hälfte nur Halbchancen erspielen konnte. Knapp fünf Minuten vor der Pause belohnten sich die Blau-Weißen aber doch noch für ihre Bemühungen: Meikel Klee spielte da einen langen Ball, den Loris Menger zu Pascal Kranz weiterleitete. Der scheiterte zwar noch am Pfosten, den Abpraller drosch Jeremy da Rocha Nunes aber humorlos in die Maschen (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SVB das bessere Team, Ennio Cordes erhöhte schließlich auf 2:0. Der Innenverteidiger eroberte zunächst den Ball und behielt dann nach einem Doppelpass die Ruhe vor dem gegnerischen Tor: Im Stile eines Mittelstürmers erzielte der Abwehrrecke seinen zweiten Saisontreffer. Die Partie schien entschieden, den Gastgebern fiel gegen die stabile Gästedefensive wenig ein. Bis sie in der 78. Minute quasi zum Anschlusstreffer eingeladen wurden: Nach einem Ballverlust ließen sich die Bornreiher völlig unnötig auskontern, Nick Unruh bestrafte diese Nachlässigkeit prompt.

„Das darf uns so natürlich niemals passieren. Die halbe Mannschaft ist vorne stehen geblieben, das grenzte in dieser Situation schon an Arbeitsverweigerung“, bemängelte Gresens die mangelhafte Rückwärtsbewegung seiner Formation. Und plötzlich kam Hedendorf mächtig auf, der schon sicher geglaubte Sieg geriet in der Schlussphase gleich doppelt in Gefahr. Fünf Minuten vor dem Ende parierte Keeper Ole Pasbrig einen Kopfball jedoch glänzend, kurz darauf rettete Simon Küstner in höchster Not auf der Linie (89.). Erst in der letzten Minute der vierminütigen Nachspielzeit machte Michel Klimmek dann den Deckel drauf.

Ein Zuspiel von Hendrik Lütjen nahm der emsige Loris Menger gekonnt mit und ließ in der Folge auch noch VSV-Schlussmann Özgür Kiziltas stehen. Statt selbst mit dem linken Fuß abzuschließen, überließ er dem besser postierten Klimmek den Ball – der hatte schließlich keine Probleme, aus elf Metern einzunetzen. Am kommenden Wochenende steht im Teufelsmoor nun das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer aus Drochtersen/Assel an, dann sollen möglichst weitere wichtige Punkte für die anvisierte Aufstiegsrunde gesammelt werden.