Autor und Foto: Wümme Zeitung – 04. Februar 2019 (e-Paper);

Bornreihes Fußballer gewinnen Testspiel bei Bremen-Ligist OSC Bremerhaven dank Torben Poppe mit 1:0

Das entscheidende Tor ist spät gefallen, aber nicht zu spät. Erst wenige Minuten vor dem Schlusspfiff brachte Torben Poppe mit seinem Treffer den 1:0-Sieg des Fußball-Landesligisten SV Blau-Weiß Bornreihe im Testspiel beim Bremen-Ligisten OSC Bremerhaven unter Dach und Fach. „Wir hätten aber schon viel früher in Führung gehen müssen“, versicherte Bornreihes Trainer Saša Pinter.

Die Gäste mussten gerade im Offensivbereich stark improvisieren, da mit Anil Morkan (beruflich verhindert) und Artur Degtjarenko (Kapselriss über dem Knöchel) nicht nur zwei zentrale Mittelfeldspieler ausfielen, sondern auch noch der rotgesperrte Goalgetter Patrick Müller. „Artur und Anil sind bei uns im Mittelfeld einfach nicht zu ersetzen“, gab Pinter zu bedenken. Auf der Zehn bot der Übungsleiter überraschend Hendrik Lütjen auf, der nach einer halbjährigen Verletzungspause sein Comeback gab. „Auch wenn Hendrik schon ganz gut war, hat man ihm die lange Pause natürlich noch angemerkt. Da fehlt noch einiges“, sagte Pinter.

Im Sturm spielte zunächst Mittelfeldmann Philip Bähr alleine. Erst nach dem Wiederanpfiff gesellte sich auch noch Torben Poppe dazu. „Wir haben zu viele Chancen ausgelassen“, kritisierte Pinter. Auch Hendrik Lütjen hätte die Blau-Weißen im ersten Durchgang in Führung bringen können, schoss aber genau auf Bremerhavens Torhüter Muharrem Gülec. Zudem tauchte Pascal Kranz freistehend vor Gülec auf, zielte allerdings daneben.

Auf der anderen Seite vergab Winterneuzugang Danny Radke im ersten Durchgang eine Riesenchance für die Gastgeber. Der beim Bremer SV aussortierte Stürmer fand jedoch seinen Meister in SV-Keeper Martin Küstner. „Den hätte Danny machen müssen“, räumte Saša Pinter ein. Dieser kennt Radke noch aus seiner gemeinsamen Zeit beim BSV. Auch nach dem Seitentausch erarbeitete sich das Schlusslicht der Bremen-Liga noch zwei vielversprechende Gelegenheiten. „Ansonsten waren wir aber defensiv gut organisiert, was auch die Null hinten zeigt“, betonte Pinter.

Insgesamt war es ein recht zerfahrenes Spiel. Das lag auch an den stark eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten der Bornreiher, die unter der Woche sogar einmal in eine Reithalle ausgewichen sind. Hinzu kommen zwei Trainingseinheiten auf der Anlage „Im Fehr“ bei schlechtem Licht. „Ansonsten laufen wir nur im Kreis. Da kann man sich schlecht auf den Wettkampf vorbereiten“, monierte der Bornreiher Coach. Dennoch verzeichneten seine Mannen in Bremerhaven einige starke Balleroberungen. „Wir haben unsere Konter dann aber nicht gut ausgefahren. Da fehlte entweder die Präzision oder das Spiel in die Tiefe“, so Pinter.

So dauerte es eben bis zur 85. Minute, ehe Torben Poppe die „Moorteufel“ erlöste. Dabei flankte Bornreihes Kapitän Nils Gresens zunächst zu Philip Bähr auf den zweiten Pfosten. „Lulu“ Bähr köpfte die Kugel dann ins Zentrum, wo Poppe das Spielgerät ebenfalls mit dem Kopf zum goldenen Tor ins Netz verlängerte. Mit Loris Menger und André Waldau beklagte der Gast auch noch zwei angeschlagene Kicker, die deshalb auch erst nach der Pause den Kunstrasen betraten. Ein Sonderlob verteilte Pinter an seinen neuen Mann von der TuSG Ritterhude: „Pascal Kranz kommt immer besser in Tritt und hat es heute schon recht ordentlich gemacht.“

SV Blau-Weiß Bornreihe: Küstner; Schoffner, Huhn, Dietrich, Sammann, Kranz, Waldow, Gresens, Bähr, Lütjen, da Rocha Nunes (eingewechselt: Waldau, Poppe, Niklas Flathmann, Griesbach, Stolz, Menger).

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