Autor: Karsten Hollmann; Foto: Werner Maaß (Osterholzer Kreisblatt)

Es müllert weiter im Teufelsmoor. Patrick Müller hat den SV Blau-Weiß Bornreihe mit seinen drei Toren zum 6:2-Erfolg gegen den TSV Etelsen geschossen.

Wenn der Platzsprecher des SV Blau-Weiß Bornreihe, Gerd Böttjer, eine Ansage auf Plattdeutsch macht, kann dies nur bedeuten, dass Torben Poppe ein Tor erzielt hat. Der Angreifer machte beim 6:2-Erfolg der Blau-Weißen in der Fußball-Landesliga gegen den TSV Etelsen bei seinem zweiten Kurzeinsatz nach langer Verletzungspause das halbe Dutzend voll. „Torben ist bereits in der gesamten Rückrunde bei jedem Training um den Platz gelaufen. Mit seinem Tor wurde er nun dafür belohnt“, freute sich Coach Sasa Pinter für seinen Stürmer.

Der überragende „Moorteufel“ an diesem Abend war allerdings Patrick Müller. Nicht nur wegen seiner drei Tore drückte er dem Spiel seinen Stempel auf. „Patrick ist als Stürmer vorweg gegangen“, lobte Pinter seinen anderen Angreifer. Nachdem Etelsens Stephan van Freeden mit einem Schuss ans Außennetz die erste Gelegenheit der Partie ausgelassen hatte, verlängerte Müller eine Hereingabe von Miguel Mendoza von der rechten Seite artistisch mit der Seite zum 1:0 in die lange Ecke (14.). „Das hat Müller überragend gemacht. Das Tor ist aber auch ein wenig aus dem Nichts gefallen“, stellte Etelsens Trainer Nils Goerdel fest. Sechs Minuten hiernach verhinderte Etelsens Keeper Daniel Büchau mit einer Glanzparade gegen einen strammen Schuss von Anil Morkan die Vorentscheidung. Die holte Patrick Müller in der 25. Minute nach. Dieser fädelte geschickt bei Nico Meyer ein und holte so den Elfmeter heraus, den er selbst eiskalt zum 2:0 verwandelte. „Nach dem 0:2 haben wir die Köpfe hängen lassen“, bedauerte Goerdel.

Das 3:0 resultierte aus einer Kombination wie aus dem Bilderbuch. Nachdem Christopher Stolz und Miguel Mendoza das Mittelfeld mit schnellem Doppelpassspiel auf rechts überwunden hatten, strebte Hendrik Lütjen alleine auf Büchau zu und überwand diesen zum dritten Treffer (33.). Mendoza stellte mit seinen Flankenläufen im ersten Durchgang eine Augenweide dar und war sich auch nicht dafür zu schade, mal einen Gegenspieler in der Rückwärtsbewegung abzulaufen. Ebenso wie das Bornreiher 1:0 fiel auch das Etelser Tor zum 1:3 aus heiterem Himmel. Der gerade erst eingewechselte Rene Hinrichs erkannte, dass SV-Schlussmann Daniel Griesbach etwas zu weit vor seinem Kasten stand und überlupfte diesen mit dem Pausenpfiff aus 30 Metern.

Nicht den besten Eindruck hinterließ Daniel Griesbach auch beim 2:3 von Nicolai Gräpler von außerhalb des Strafraums (53.). „Der Torwart muss immer unter Spannung stehen. Daniel hat uns auch schon in so vielen Partien im Spiel gehalten“, machte Sasa Pinter seinem Torhüter aber keinen Vorwurf.

Nun sah es allerdings so aus, als ob die Partie noch kippen könnte. Der Gast hatte seine beste Phase, ohne dabei zwingende Möglichkeiten herauszuspielen. „Wir sind aber nach dem 2:3 ruhig geblieben“, teilte Pinter mit. Patrick Müller stellte auch auf Zuspiel von Hendrik Lütjen mit einem Solo auf dem rechten Flügel und einem anschließenden Schuss in die lange Ecke wieder den alten Abstand her (63.).

„Wir waren hier für ein paar Minuten besser im Spiel. Das 2:4 ist aber zu früh gefallen. Es hätte mich mal sehr interessiert, wie es weiter gelaufen wäre, wenn wir dieses Gegentor vermieden hätten“, sagte Nils Goerdel. Nach 66 Minuten brachte Nico Meyer den durchgebrochenen Patrick Müller ein paar Zentimeter vor dem Strafraum als letzter Mann zu Fall und kassierte deshalb die Rote Karte. Den Freistoß von Anil Morkan vermochte Daniel Büchau nicht festzuhalten, sodass Philip Bähr zum 5:2 abstaubte.

Dann hatte Torben Poppe seinen großen Auftritt. „Lulu“ Bähr steckte auf den langen Stürmer durch, der sich noch einmal drehte und zum 6:2 vollendete (81.). „In spielerischer Hinsicht gehören die Bornreiher sicherlich zu den Top drei in der Liga“, zeigte sich Nils Goerdel beeindruckt. Er habe vergeblich darauf gehofft, dass das laufintensive Spiel der Blau-Weißen aus der ersten Halbzeit seinen Tribut fordert. „Fußballerisch war es schon so, wie wir uns das vorstellen. Wir haben uns über unser Gegenpressing Bälle wiedergeholt und waren auch gallig vor dem gegnerischen Tor“, bilanzierte ein zufriedener Sasa Pinter.

Auch in Überzahl nicht gepunktet

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