Autor: Wümme Zeitung – 20. Mai 2019 (e-Paper)

Bornreihe muss sich dem Rotenburger SV mit 1:2 beugen

„Der Rotenburger SV war nicht die TuSG Ritterhude“, wies der Trainer des SV Blau-Weiß Bornreihe, Saša Pinter, nach der 1:2-Heimschlappe seiner Elf in der Fußball-Landesliga Lüneburg auf die größeren Fähigkeiten der Gäste hin. Die Gastgeber begannen zwar sehr stark, ließen im Anschluss aber auch ein wenig die Zügel schleifen.

„Wir haben in den ersten 30 Minuten ein gutes Pressing an den Tag gelegt“, beschrieb es Pinter. Pascal Kranz hätte die Blau-Weißen auch beinahe nach zehn Minuten in Führung gebracht. Der Offensivmann scheiterte jedoch am glänzend reagierenden RSV-Schlussmann Henner Lohmann. Auch bei einigen Standards strahlten die Hausherren Torgefahr aus. Doch aus einem eigenen Eckball heraus erzielten die Gäste kurz vor der Pause mit ihrer ersten nennenswerten Möglichkeit das 1:0. Oldie Björn Mickelat schnappte sich die Kugel nach einem langen Ball und überwand Bornreihes Keeper Alexander Janosch. Janosch hatte mal den Vorzug vor Stammtorwart Daniel Griesbach erhalten. „Wenn eine Mannschaft eine Führung zur Pause verdient gehabt hätte, dann wäre es aber meine gewesen“, ärgerte sich Saša Pinter.

Die „Moorteufel“ waren nach dem Seitenwechsel zwar um den Ausgleich bemüht, wirkten dabei aber zu kopflos. „Uns fehlten da die Leute mit der nötigen Ruhe am Ball“, beklagte Pinter. Auch das Aussetzen von Loris Menger wegen seiner fünften Gelben Karte habe sich in dieser Hinsicht negativ bemerkbar gemacht.

Das 2:0 für den Gast resultierte schon wieder aus einem Eckball für die Kicker um Kapitän Nils Gresens. Arthur Bossert nutzte einen Befreiungsschlag zur Vorentscheidung. „Die Rotenburger standen dann im Kollektiv gut in der Abwehr und haben hinten kaum noch etwas zugelassen“, analysierte Saša Pinter später.

Torben Poppe köpfte den Ball nach 70 Minuten dennoch nur knapp am RSV-Kasten vorbei. Nils Gresens war zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer Zerrung von Bord gegangen. Erst 180 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit verkürzten die Platzherren auf 1:2. Nach einer Kombination über Torben Poppe und den eingewechselten Philip Bähr glückte dem aufgerückten Innenverteidiger Andre Waldau aus knapp 20 Metern per Flachschuss aus dem Zentrum heraus das Anschlusstor.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit geht Rotenburgs Sieg aber in Ordnung“, räumte Saša Pinter ein. Er freute sich hingegen über gute Ansätze von Hendrik Lütjen bei seinem Comeback in der Schlussphase.