Drei (halbe) Neuzugänge

SV Blau-Weiß Bornreihe

2. Januar 2020
Autor: Dennis Schott; Foto: Wümme Zeitung

Görg, Cordes und Cuthbert sollen Bornreihe helfen

18 Feldspieler plus drei Torhüter – „das muss reichen“, findet Alexander Küstner, der Teammanager des SV Blau-Weiß Bornreihe. Die Planungen des abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten während der Winterpause sind damit abgeschlossen. Zuletzt kam aber noch einmal etwas Bewegung in den Kader des Teams um das Trainergespann Nils Gresens/Frank Meyer.

Von wirklichen Neuzugängen kann indes kaum die Rede sein. Denn die drei Spieler, die „neu“ zu den Blau-Weißen stoßen, haben eine mehr oder weniger große Bindung nach Bornreihe aufzuweisen. Da wäre zum einen Dario Cordes, dessen Wechsel vom Bremen-Ligisten Blumenthaler SV bereits Mitte November als fix vermeldet wurde (wir berichteten). Cordes? Bei diesem Namen werden sich Bornreihes Anhänger an Ennio Cordes erinnert fühlen, der bereits für den Landesligisten aufläuft. Ennio ist der Bruder von Dario Cordes und wird nicht unwesentlich zum Wechsel beigetragen haben. „Seinen Pass haben wir. Ab dem 24. Februar ist er für uns auch spielberechtigt“, erklärt Küstner.

Bei Mattes Görg spricht Bornreihes Teammanager von einem „Fast-Neueinsteiger“. Görg war erst zu dieser Saison vom Osterholzer Kreisligisten TSV Dannenberg ins Teufelsmoor gewechselt, zog sich während der Vorbereitung einen Leistenbruch zu und fiel die gesamte Hinrunde aus. Jetzt ist er wieder ins Training eingestiegen und stellt für das Trainergespann eine weitere Alternative dar.Der Dritte im Bunde, Elliott Cuthbert, ist ebenfalls nie so wirklich weg gewesen. „Er wollte eigentlich schon im Sommer zurückkommen“, sagt Alexander Küstner über den Kanadier, der noch im August namentlich im Kader des SV Blau-Weiß Bornreihe, dem er sich schon unter Ex-Coach Saša Pinter in der Vorsaison angeschlossen hatte, dann aber zurück in die Heimat ging. „Jetzt ist er wieder im Lande“, freut sich der Teammanger über die Rückkehr des Stürmers. Küstner stand noch in Kontakt zu weiteren potenziellen Kandidaten, ein weiterer Wechsel kam jedoch nicht zustande. „Im Winter ist es auch schwieriger, etwas zu bewegen“, gibt er zu bedenken. Doch besonders das Comeback des Kanadiers Cuthbert nährt die Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft in der Offensive, war das Spiel bislang doch sehr auf Torben Poppe zugeschnitten, der mit langen Bällen gesucht wurde und sie auf seine Nebenmänner verteilte. Mit dem schnellen Elliot Cuthbert sind die Bornreiher nun variabler aufgestellt.

Es gibt aber auch einen Abgang zu vermelden. So ist Alexander Huhn an den Verein herangetreten und hat um eine Freigabe gebeten. „Er war unzufrieden mit seiner Situation und wollte mehr Spielanteile“, erklärt Küstner, der lange mit Alexander Huhn telefonierte. „Ich kann ihn aber auch verstehen. Er war immer da, hat sich immer fair verhalten. Man konnte ihm nichts vorwerfen.“ Die Freigabe für den Wechsel zu Ligakonkurrent FC Verden 04 stand deshalb nicht zur Diskussion.