Die „Moorteufel“ schlagen zurück

SV Blau-Weiß Bornreihe

20. Januar 2020
Autor: Jan-Henrik Gantzkow; Foto Wümme Zeitung

Nachdem die Siegesserie beim Schmolke-Cup im letzten Jahr endete, siegt der SV Blau-Weiß Bornreihe dieses Mal souverän

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat sich beim 23. Schmolke-Cup des VSK Osterholz-Scharmbeck einmal mehr die Krone aufgesetzt: Nachdem die jahrelange Siegesserie der „Moorteufel“ bei der letzten Ausgabe des prestigeträchtigen Budenzaubers gerissen war, schlug der Favorit zurück. In der Neuauflage des letztjährigen Finals gelang dem Landesligisten dabei die Revanche gegen den FC Hambergen – am Ende stand ein verdientes 2:0 zu Buche. „Wir sind natürlich sehr zufrieden und freuen uns über den Sieg. Letztlich geht der auch in Ordnung, auch wenn wir uns in der Vorrunde noch schwergetan haben“, erklärte Spielertrainer Nils Gresens nach dem Triumph.

Wirklich überzeugend waren die Auftritte in den Gruppenspielen tatsächlich nicht. Der spätere Viertplatzierte SV Komet Pennigbüttel wurde zwar souverän geschlagen (2:0), gegen die Kreisligisten SV Lilienthal-Falkenberg (4:3) und VSK Osterholz-Scharmbeck II (5:2) machten es die von zahlreichen Fans unterstützten Bornreiher aber spannender als erwartet.

Das Duell gegen die Lilienthaler, welches von einigen Führungswechseln gekennzeichnet war, gehörte dabei zu den attraktivsten Spielen in der BBS-Halle. Ansonsten enttäuschten die Lilienthaler um Nils Koehle aber weitestgehend und schieden nach Niederlagen gegen den VSK II (1:3) und die „Kometen“ (1:4) als Letzter aus. Positiv überraschen konnte dagegen die Reserve des Ausrichters, die einen beherzten Auftritt hinlegte und auch Pennigbüttel ein 1:1 abtrotzte. Nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses verpassten sie letztlich das Halbfinale und mussten dem Bezirksligisten den Vortritt lassen. In der Gruppe B setzte sich erwartungsgemäß der FC Hambergen durch: Nach einem 2:0-Auftaktsieg gegen die TuSG Ritterhude kassierten die „Zebras“ gegen den FC Hansa Schwanewede zwar in Unterzahl den späten 1:1-Ausgleichstreffer, durch ein ungefährdetes 3:1 gegen die erste Formation des VSK wurde der Gruppensieg aber eingetütet. Wirklich zufrieden war der Titelverteidiger mit seinen Leistungen aber nicht, die Leichtigkeit des Vorjahres fehlte dem Hamberger Spiel. An spielerischer Leichtigkeit mangelte es aber auch den Hausherren, die sich im Offensivspiel viel zu harmlos zeigten und in allen Spielen als Verlierer vom Platz gingen.

Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel so im letzten Vorrundenspiel zwischen dem FC Hansa Schwanewede und den Ritterhudern. Den Hanseaten hätte dabei ein Remis gereicht, allerdings kamen sie gegen den Ligakonkurrenten mächtig unter die Räder. Vor allem Marcel Meyer war in diesem Duell überhaupt nicht zu bremsen. Der TuSG-Goalgetter erzielte beim 6:1-Sieg vier seiner insgesamt fünf Treffer und ballerte sich somit in der Torjägerliste ganz nach vorne.

Im folgenden Semifinale waren die Hammestädter aber chancenlos – gegen Bornreihe setzte es eine klare 0:3-Niederlage. Simon Küstner traf dabei zur frühen Führung, ehe der quirlige Michel Klimmek mit einem Doppelpack für die Entscheidung sorgte. Enger ging es da schon zwischen Hambergen und Pennigbüttel zu: Trotz guter Chancen auf beiden Seiten blieb es lange torlos, erst drei Minuten vor Schluss traf FCH-Aktivposten Jorit Bierwald aus spitzem Winkel. In der Folge mussten die „Kometen“ aufmachen, Luka Muskee und erneut Bierwald nutzten die Räume mit späten Toren.

Bevor es im Endspiel so erneut zum Duell der beiden Lokalrivalen kommen sollte, durften sich die Zuschauer aber noch über ein dramatisches Duell um den dritten Platz freuen. Bis zur Schlusssekunde führten die Ritterhuder mit 2:1, mit einem verwandelten Strafstoß erzwang Andreas Lühr aber noch das Neunmeterschießen. Hier ging es hin und her, Mirco Dressler traf schließlich zum entscheidenden 8:7.

Das anschließende Finale war dann weniger spannend, weil die Bornreiher Defensive quasi keine Torgefahr des FCH zuließ. Ein Eigentor von Steffen Kaluza (2.) und ein Abstauber von Loris Menger (4.) reichten so zum Erfolg. Angesichts des dominanten Auftritts konnte selbst ein vergebener Neunmeter von Gresens verschmerzt werden – am verdienten Pokalsieg der „Moorteufel“ änderte auch dieser nichts.