Die Antwort heißt Bähr

SV Blau-Weiß Bornreihe

27. Juli 2021
Autor: Thorin Mentrupund Dennis Schott; Foto: Wümme Zeitung

Der SV Blau-Weiß Bornreihe gewinnt eigenes Turnier um den Hans-“Hexe“-Wendelken-Cup – 4:3 gegen SAV

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat das eigene Turnier um den Hans-“Hexe“-Wendelken-Cup gewonnen. Im Finale setzte sich der Fußball-Landesligist mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack durch. Platz drei ging an den SV Werder Bremen III, der ebenfalls nach Elfmeterschießen gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck gewann.

VSK Osterholz-Scharmbeck – SV Werder Bremen III 5:6 n. E. (2:2, 2:2):

Den Applaus hatte Mohamed Taha verdient. „Ich bin platt, mehr ging nicht“, meinte der VSK-Akteur bei seiner Auswechslung kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Taha hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Kreisstädter ins Elfmeterschießen retteten, auch wenn es nach dem Fehlschuss von Karim Kanafani, der nur den Pfosten traf, letztlich vergebene Mühe war und der VSK den Werderanern den dritten Platz überlassen musste. „Die Jungs haben heute noch einmal alles rausgeholt, sind zurückgekommen“, resümierte VSK-Coach Thorsten Westphal, dem im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen ein kleiner Kader zur Verfügung stand.

Die Mannschaft machte ihre Sache trotzdem gut und hätte den Sieg in einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften ebenso verdient gehabt. Und die verbuchte den besseren Start, denn schon nach acht Minuten gab Mohamed Taha dem Leder an der rechten Fünf-Meter-Raum-Kante den entscheidenden Tick und traf zum 1:0. In einer vor allem spielerisch ansprechenden Partie passierte danach lange nichts, beiden Teams fehlte die rechte Konsequenz und Durchschlagskraft bei ihren Angriffsbemühungen. Nach einer halben Stunde wurde es dann aber wieder gefährlich, als Werders Oriyama Nao eine Hereingabe knapp verpasste (27.), Beomgu Kang aber nur drei Minuten später sehenswert zum 1:1 traf. Von der rechten Strafraumkante zog der Werderaner nach innen und schlenzte den Ball ins lange Eck. Die Kreisstädter glichen aber noch vor der Pause aus. Nach feinem Pass von Mohamed Taha auf Juri Kiekhöfer, der zunächst am gegnerischen Keeper scheiterte, ergab sich für Louis Melzer die Chance zum Nachschuss. Dabei wurde er aber im Strafraum gefoult, den folgerichtigen Elfmeter vollendete Mohamed Taha.

Im zweiten Spielabschnitt fehlte beiden Mannschaften der Zugriff in der Offensive. Mohamed Taha bot sich noch eine Großchance, während auf der Gegnseite Malte Vollstedt einmal herauseilen musste. Somit musste zwangsläufig das Elfmeterschießen entscheiden. Mit besserem Ausgang für die Bremer.

SG Aumund-Vegesack – SV Blau-Weiß Bornreihe 3:4 n. E. (1:1, 0:0):

Die Hausherren erwischten den klar besseren Start. Nach einer Kombination über Emil Tepper und Justin Dähnenkamp bot sich Pascal Kranz eine Kopfballmöglichkeit der Kategorie „Musst du machen!“. Danach initierte Dähnenkamp den nächsten Angriff, leitete das Leder geschickt auf Michel Klimmek weiter, der zuerst am gegnerischen Keeper scheiterte und dann den Pfosten traf. Hatten sich Abdullah Basdas, Ali Dag und Bashkim Toski danach bereits zaghaft dem Bornreiher Tor angenähert, so besaß Yonatan Temtme danach die beste Vegesacker Gelegenheit. Sein Schuss in der 30. Minute schrammte nur knapp am Pfosten vorbei.

Aus einem ähnlichen Muster heraus fiel aber schließlich das 1:0 für die Vegesacker durch Ali Dag, und die Blau-Weißen blieben lange Zeit eine Antwort schuldig. Vielmehr hatten sie Glück, nicht vorentscheidend auf die Verliererstraßen eingebogen zu sein, als der frei aufgetauchte Bashim Toski Bornreihes Schlussmann Henner Lohmann bereits umkurvt hatte, danach aber nur den Pfosten traf. Die Bornreiher erhöhten schließlich das Risiko, um das Elfmeterschießen zu erzwingen. Zuerst besaß Bjarne Schnakenberg eine aussichtsreiche Chance, dann Hendrik Lütjen. Die sich danach anschließende Ecke wuchtete der eingewechselte Philip Bähr eine Minute vor Ultimo über die Linie. Und auf einmal hatten die Hausherren, angefeuert von den zahlreichen Zuschauern, auf einmal wieder Oberwasser.

Und obwohl im finalen Elfmeterschießen mit Nico Sperling und Jeremy da Rocha Nunes gleich zwei Bornreihern die Nerven versagten, behielt der Ausrichter am Ende auch die Oberhand. Auf der anderen Seite hatten mit Lokman Abdi, Bashkim Toski und Marcel Burkevics drei Vegesacker nämlich noch schwächere Nerven.

Den entscheidenden Elfmeter zum 4:3 setzte schließlich Philip Bähr über die Linie. Er durfte sich zurecht als Matchwinner feiern lassen. „Wir sind super ins Spiel gekommen, haben danach aber nicht mehr so Zugriff gehabt. Zum Schluss haben wir uns einfach wieder zurückgekämpft“, resümierte Bornreihes Coach Nils Gresens, während SAV-Coach Björn Krämer vor allem der Großchance im zweiten Abschnitt nachtrauerte.