Autor: Wümme Zeitung – 24. März 2019 (e-Paper)

Bornreihe dreht den Spieß in Verden nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 4:2 um

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat mit einem 4:2-Sieg beim FC Verden zu einem Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga ausgeholt. Dabei bewiesen die „Moorteufel“ eine tolle Moral. Schließlich wendeten sie das Blatt nach einem 0:2-Rückstand. „Deshalb war der Sieg besonders schön und ein gutes Zeichen meiner Jungs“, teilte Bornreihes Coach Sasa Pinter mit.

Er stellte seine Mannschaft offensiver als in den beiden vorausgegangenen Auswärtspartien auf. „Wir sind aber sehr nervös gestartet“, ließ der zum Saisonende scheidende Übungsleiter wissen. Mit ihren Fehlern luden die Blau-Weißen ihren Kontrahenten zu zwei Toren ein. Nach einer Viertelstunde wollte Innenverteidiger Andre Waldau einen Ball ins Aus trudeln lassen. Doch ein Gegenspieler luchste ihm die Kugel ab und bediente Thomas Celik, der zum 1:0 traf. Die Gäste hätten in der Folgezeit ausgleichen können. Nach 23 Minuten spielten Patrick Müller und Artur Degtarenko Anil Morkan frei. Dessen Abschluss war aber weder Fisch noch Fleisch. Fünf Minuten später probierte es Jeremy da Rocha Nunes aus halblinker Position mit der Pike. Doch Verdens Torhüter Bastian Rosilius hatte keine Mühe, den Ball aufzunehmen.

Nach einer halben Stunde leisteten sich die Bornreiher einen Ballverlust auf ihrer rechten Seite. FC-Kicker Jonathan Schmude hielt einfach mal aus 25 Metern volley drauf. Das Leder trumpfte noch einmal kurz vor SV-Keeper Daniel Griesbach auf und flog im hohen Bogen über diesen zum 2:0 hinweg ins Netz. „Da muss ein Huckel gewesen sein. Sonst wäre der Ball nicht so abgesprungen. Für mich war es deshalb kein Torwartfehler“, erklärte Sasa Pinter. Seine Schützlinge bäumten sich jedoch auf und wurden fünf Minuten vor der Pause mit dem Anschlusstreffer belohnt. Anil Morkan setzte nach und profitierte davon, dass sich Bastian Rosilius und ein Abwehrspieler nicht einig waren. Die beiden nahmen Morkan in die Zange und verursachten so einen Elfmeter, den der Gefoulte selbst zum 1:2 verwandelte.

Nach Wiederanpfiff nahm der Gast das Heft sofort in die Hand. Daniel Griesbach verhinderte bei einem Konter mit einer Glanzparade das 3:1. Dann kam die Zeit der Chip-Bälle. Der erst 60 Sekunden zuvor eingewechselte Philip Bähr lupfte den Ball auf Pass von Jeremy da Rocha Nunes über die Abwehr zu Patrick Müller. Dieser wuchtete die Kugel auf seine unnachahmliche Weise zum 2:2 unter die Latte (60.). „Lulu“ Bähr selbst nutzte ein Zuspiel von Müller zum 3:2. Zuvor hatte Anil Morkan das Leder über die Deckungsreihe gehoben.

Einen Chip-Ball von Artur Degtjarenko verwertete Philip Bähr in der Nachspielzeit zur endgültigen Entscheidung.