Autor: Wümme Zeitung – 26. November 2018 (e-Paper);

Die Flaute bei Fußball-Landesligist SV Blau-Weiß Bornreihe hält an. Beim bisherigen Tabellen-13. VfL Güldenstern Stade verloren die „Moorteufel“ mit 1:3 und zudem ihren bereits wegen Foulspiels verwarnten Angreifer Patrick Müller nach einer Ampelkarte (62. Minute). Allerdings eine sehr umstrittene. Bornreihe-Coach Saša Pinter hatte die Situation so gesehen: „Patrick ist an der Mittellinie durch, wird von einem Stader gefoult. Aber die Schiedsrichterin entscheidet auf Schwalbe. Keiner weiß, was sie da geritten hat.“ Auch die Stader nicht, die nach dem Pfiff gleich einen Freistoß für Bornreihe erwartet hätten. Pinters Rückfrage an die Schiedsrichterin, ob die Assistentin die Situation genau so gesehen hat, habe dann diese Antwort ergeben: „Ich habe das so für mich entschieden.“

Ursächlich für die Niederlage war das vermutlich nicht. Weil: Bornreihe hatte wieder eine Reihe guter Chancen ausgelassen – und früh ein Gegentor kassiert. Vor dem Linksschuss von Frederik Klintworth in den Winkel (11.) war Bornreihe nicht energisch genug in den Zweikampf gegangen. Kurz zuvor hatte Müller einen Eckstoß von Artur Degtjarenko nur knapp am Tor vorbei geköpft. In der hektischen Partie verfehlte auch Torben Poppe per Flugkopfball das Ziel (45.). Michel Klimmek (Schuss geblockt) und Philip Bähr (überhasteter Drehschuss) scheiterten ebenfalls.

Das 1:1 (66.) erzielte Stades Gian-Luca Bartels: Er verlängerte einen Degtjarenko-Freistoß per Kopf in die eigenen Maschen. Bornreihe machte auch in Unterzahl Druck, fing sich das 1:2 nach eigenem Ballverlust und Konter durch Michael Stern (85.) ein und in der Nachspielzeit das 1:3 ebenfalls durch Stern. Dazwischen lag noch eine Riesenchance für Kevin Sammann. Er ballerte einen nur abgeklatschten Degtjarenko-Freistoß aus drei Metern in den grauen Stader Himmel.