Autor: Wümme Zeitung – 19. November 2018 (e-Paper);

Bornreihe unterliegt Harsefeld 1:2

Beim SV Blau-Weiß Bornreihe hat in der Fußball-Landesliga Lüneburg erneut das Murmeltier gegrüßt. „Schon wieder haben wir es nicht geschafft, trotz drückender Überlegenheit in Überzahl die Punkte mitzunehmen“, ärgerte sich Bornreihes Coach Saša Pinter nach der 1:2-Schlappe beim Zweiten TuS Harsefeld. Nach der Ampelkarte gegen einen der beiden TuS-Innenverteidiger agierte der Gast 55 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Feld.

Dass es dennoch nicht zum Sieg langte, kreidete Saša Pinter vor allem Jeremy da Rocha Nunes an: „Jerry hat nicht die nötige Disziplin an den Tag gelegt und uns so um den verdienten Erfolg gebracht.“ Der Flügelmann verursachte den Elfmeter, den Stefan Forthaus zum 1:1-Ausgleich verwandelte, und ließ auch vor dem 1:2 seinen Gegenspieler gewähren. Die Berechtigung des Strafstoßes war aus Sicht von Trainer Pinter aber nicht gegeben.

„Jerry zog seinen Gegenspieler drei Meter vor dem Strafraum am Trikot, bevor der noch in den 16-Meter-Raum stolperte.“ Referee Tim-Alexander Strampe habe wohl mit dieser Entscheidung sein schlechtes Gewissen nach der Gelb-Roten Karte beruhigen wollen, so Pinter.

Der Gast nahm im Spitzenspiel sofort das Heft des Handelns fest in die Hand. Nachdem Torben Poppe und Patrick Müller bereits gute Gelegenheiten ausgelassen hatten, holte Müller nach zwölf Minuten auf Kopfball-Vorlage von Poppe die Führung für den Gast nach. Wenige Minuten später spitzelte Patrick Müller die Kugel erneut an Harsefelds Fabiano Curia vorbei. Doch Kevin Sammann wuchtete die Kugel im Anschluss mit Vollspann am leeren TuS-Gehäuse vorbei.

Glückliche Führung

„Das hätte das 2:0 sein müssen“, bedauerte Saša Pinter. Jan Wohltmann verpasste bei einer weiteren Riesenchance mit einem Schuss ans Außennetz ebenfalls die Vorentscheidung. Eine Standardsituation führte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zur glücklichen Führung für das Heimteam. „Die Harsefelder haben sich dann auf einem katastrophalen Platz tief hinten reingestellt und die Bälle nur noch lang rausgehauen“, versicherte Pinter. Der Ausgleich lag dennoch mehrfach in der Luft. Nachdem Artur Degtjarenko das Ziel verfehlt hatte (58.), holte Curia das Leder vier Minuten später bei einem Drehschuss spektakulär aus dem Winkel. Joker Philip Bähr scheiterte dann auch noch freistehend an Fabian Curia (73.). In der Nachspielzeit tauchte der Harsefelder Torhüter bei einem Seitfallzieher von Patrick Müller ins bedrohte Eck ab.