Anschauungsunterricht für gelungene Spielzüge

SV Blau-Weiß Bornreihe

13. Januar 2020
Autor: Reiner Tienken; Foto: Wümme Zeitung

Der SV Bornreihe II gewinnt den 8. Baris-Cup – 2:1-Erfolg im Finale gegen den SV Lilienthal-Falkenberg

Den längsten Atem stellte beim 8. Baris-Cup der SV Blau-Weiß Bornreihe II unter Beweis. Das Reserveteam zwang den SV Lilienthal-Falkenberg nach einem Rückstand im Finale noch mit 2:1 in die Knie. Felix Ahrens avancierte nach Assist von Tjark Wischhusen in der Kreissporthalle zum Matchwinner. Dem Slogan „Fußball ohne Rassismus“ trugen die Akteure Rechnung. Anständig und sauber gingen die Begegnungen über die Bühne. Dabei wurde Gastgeber Barisspor im Vorfeld noch mit einer Hiobsbotschaft konfrontiert. Die Sportfreunde Heilshorn sagten ihre Teilnahme kurzfristig ab.

Die Zuschauer erlebten einige Spiele, in denen die Akteure Anschauungsunterricht für gelungene Spielzüge ablieferten. Allen voran der SV Lilienthal-Falkenberg. In Abwesenheit ihres privat verhinderten Trainers Hassan Jaber hinterließen die Schoofmoor-Kicker den stärksten Eindruck. Die Gelb-Blauen warteten mit hervorragend herausgespielten Treffern auf. Mit viel Übersicht erteilte der SV Lilienthal-Falkenberg mehreren Gegnern eine Lektion in Sachen Kombinationsfußball und Kabinettstücke. Nils Koehle und Co. erzwangen auch die mit Abstand meisten Tore in der Vorrunde (19) und beanspruchten den höchsten Erfolg der Vorrunde für sich (10:2 gegen TSV Lesum-Burgdamm). Der Kreisligist war es auch, der beim 8. Baris-Cup eine gelungene Aufholjagd feiern konnte (5:2 nach 0:2 gegen Barisspor I). Auf verlorenem Posten stand dagegen der SV Azadi, der beim Barisspor-Event sein Reserveteam aufbot. „Wir wollten Spaß haben und uns nicht verletzen. Für viele Spieler war es bei ihrem ersten Hallenturnier eine neue Erfahrung“, teilte Yasa Bekil nach dem Turnierauftritt mit.

Der SV Blau-Weiß Bornreihe II (4:3 nach Siebenmeterschießen gegen SV Komet Pennigbüttel) und der SV Lilienthal-Falkenberg (3:2 gegen Barisspor II) hatten im Halbfinale die Nase vorn. Felix Ahrens verwandelte für Titelverteidiger SV Blau-Weiß Bornreihe II den entscheidenden Siebenmeter zum Finaleinzug. Barisspor II musste sich auch im kleinen Finale um Platz drei dem Gegner beugen. Der SV Komet Pennigbüttel war mit 2:1 nach Siebenmeterschießen obenauf. Delgesh Azez und Ünal Coskun schossen die beiden Barisspor-Fahrkarten. Nico Kulanek, Fabian Kauf (beide Pennigbüttel) und Denis Ölge (Barisspor II) vollstreckten im kleinen Finale.

„Wir wurden total bestraft“, stufte Teambetreuerin Maike Koehle die 1:2-Finalniederlage des SV Lilienthal-Falkenberg gegen den SV Blau-Weiß Bornreihe II als unglücklich ein. Nils Koehle brachte die Gelb-Blauen in Führung. Tarek Hinck und Felix Ahrens wendeten in der Endphase das Blatt. „Da passte der erste Kontakt ganz gut“, umschrieb Felix Ahrens sein Siegtor. Dem Bornreiher stand die Freude nach dem Happy End ins Gesicht geschrieben. „Lilienthal hatte Top-Fußballer dabei. Ich finde, dass beide Mannschaften zurecht im Finale waren“, betonte Felix Ahrens. Der Turniersieg wurde dem SV Blau-Weiß Bornreihe II mit einer Prämie von 200 Euro versüßt.

Der Organisator fand nach Ablauf des 8. Baris-Cup lobende Worte für das Hallenspektakel. „Der Aufwand hat sich gelohnt. Es war ruhig und fair. Eine schöne Spannung ohne Verletzung“, bilanzierte Halil Ölge.