4:1 in Emmendorf: Bornreihe legt nach

SV Blau-Weiß Bornreihe

28. Oktober 2019
Autor: Timo Flathmann; Foto: Tobias  Dohr

Der SV Blau-Weiß Bornreihe kann noch Spiele in der Fußball-Landesliga Lüneburg gewinnen – sogar zwei in Folge.

Diese Erkenntnis lässt mit Sicherheit nicht nur zahlreiche Fans und Sympathisanten in der Region aufatmen, sondern auch die Mannschaft selbst, die sich nach dem Heimsieg über den VfL Lüneburg am vergangenen Wochenende nun auch mit 4:1 (1:0) bei Schlusslicht SV Emmendorf durchsetzte.

Durch den zweiten Sieg in Folge stellt die Elf von Interims-Spielertrainer Nils Gresens langsam wieder den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen her. „Insgesamt betrachtet war es ein sehr dominantes Spiel von uns“, berichtete Gresens von der Reise in den Landkreis Uelzen. Seine Mannschaft habe früh das Kommando übernommen und sei völlig verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Loris Menger setzte sich mit einer starken Einzelleistung durch und bediente Torben Poppe, der die Flanke zum Führungstreffer verwertete (21.). Die Blau-Weißen ließen in der Folge jedoch einige Möglichkeiten liegen. „Zur Pause hätten wir schon mit zwei oder drei Toren führen können“ so Gresens.

In der zweiten Hälfte machten die „Moorteufel“ genauso weiter und erzielten schließlich auch früh das zweite Tor: Pascal Kranz zeigte sich reaktionsschnell und nutzte einen Abpraller vom Pfosten zum 2:0 (48.). Der SV Emmendorf wehrte sich jedoch und kam durch Benjamin Silbermann, der einen Freistoß direkt verwandelte, kurz darauf zum Anschlusstreffer (52.). „Den kann Alexander Janosch nicht halten, der war gut geschossen“, gab Gresens zu Protokoll. Janosch bekam zum zweiten Mal in Folge den Vorzug vor Ole Pasbrig im Bornreiher Kasten, doch der Zweikampf zwischen den Pfosten ist laut Gresens noch nicht entschieden: „In der letzten Woche war Ole angeschlagen, weswegen Alexander den Vorzug bekam. Wir hatten nach dem Spiel aber auch keinen Grund zu wechseln. Dennoch ist das Ganze nicht in Stein gemeißelt, wir schauen von Woche zu Woche“.

Die Bornreiher brauchten in der Folge 20 Minuten, um auch ergebnismäßig zu antworten: Zunächst schnürte Pascal Kranz seinen Doppelpack (72.), kurz vor Schluss verwertete dann der eingewechselte Philip Bähr eine weitere Vorlage von Menger zum 4:1-Endstand (87.). Gresens nahm seine Mannschaft und sich selbst nach dem Abpfiff aber umgehend wieder in die Pflicht: „Wir haben nun keine Alibis mehr, das betrifft jeden einzelnen Spieler. Wir stehen in der Verantwortung.“ Der Bornreiher Spielertrainer selbst verbuchte in Emmendorf keinen Einsatz und coachte sein Team stattdessen von außen. „Absolut lobenswert waren heute die Kompaktheit und die Geschlossenheit“, berichtete Gresens, der keinen Spieler hervorheben wollte und das Kollektiv lobte: „Es ist doch klar, dass die Offensivspieler mit Toren und Vorlagen mehr Aufmerksamkeit bekommen, in diesem Spiel haben jedoch alle ihre Aufgaben gut erledigt“.