Autor: Tobias Dohr (Osterholzer Kreisblatt)

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat in der Fußball-Landesliga Lüneburg die dritte Niederlage in Folge kassiert. Die „Moorteufel“ unterlagen in Meckelfeld mit 0:2 und rutschten auf einen Abstiegsplatz ab.

Der SV Blau-Weiß Bornreihe hat in der Fußball-Landesliga Lüneburg die dritte Niederlage in Folge kassiert. Die „Moorteufel“ unterlagen beim TV Meckelfeld mit 0:2 (0:1) und rutschten damit vorerst auf einen Abstiegsplatz ab. Nach dem 0:5 gegen die Regionalliga-Reserve von der  SV Drochtersen/Assel und dem 0:1 im Derby gegen die Höhenflieger der TuSG Ritterhude war es bereits das dritte Spiel ohne eigenen Torerfolg.

„Ich will auf gar keinen Fall irgendetwas schön reden, aber das war von der Mentalität her auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung“, konnte Bornreihes Coach Andre Lütjen dem Spiel im Vergleich zum mauen Auftritt seiner Blau-Weißen im Kreisderby noch etwas Positives abgewinnen. Genau das, nämlich eine andere Moral, hatten Lütjen und sein Trainerkollege Bernd Böschen von der Mannschaft gefordert. Und die war gewillt, diese Vorgabe in die Tat umzusetzen. „Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und haben den Gegner auch zunächst dominiert“, berichtete Lütjen. Klare Torchancen sprangen dabei allerdings nicht heraus.

Meckelfeld machte es da deutlich besser. Nach einem weitgezogenen Pass aus der gegnerischen Hälfte zögerte Bornreihes Torwart Daniel Griesbach zu lange mit dem Herauslaufen und ermöglichte Dijar Kaval so das 1:0 (17.). „Das passt natürlich zur Gesamtsituation, dass wir durch so einen langen Ball in Rückstand geraten“, sagte Lütjen. Auf der Gegenseite brachte Patrick Müller das Kunststück fertig, zweimal aus Nahdistanz zu verziehen.

Noch dicker kam es dann unmittelbar nach Wiederanpfiff für die „Moorteufel“. Der Bornreiher Stürmer setzte das Spielgerät nach schöner Vorarbeit von Hendrik Lütjen freistehend aus sechs Metern neben den Kasten. Nun nahm das Unheil endgültig seinen Lauf: Nach einem Gestochere im Zentrum zeigten sich die Meckelfelder reaktionsschneller, passten in die Schnittstelle, wo erneut Dijar Kaval zur Stelle war und zum 2:0 vollendete (56.). Wie hart es das Schicksal momentan mit den „Moorteufeln“ meint, wurde dann in der 64. Minute deutlich: Jascha Stern hatte sich schön am linken Flügel durchgesetzt und scharf in die Mitte gepasst. Dort sprang der Ball einem Meckelfelder Abwehrspieler an die Hand. Schiedsrichter Bastian Mertel pfiff sofort und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch nicht einmal diese Chance konnten die Bornreiher nutzen. Patrick Müller hatte sich das Leder sofort geschnappt – doch der so erfahrene Angreifer verschoss. Es folgte eine Schlussphase, in der die Gäste ihre Viererkette auflösten und wütend das Meckelfelder Tor berannten.

Doch trotz fast durchgängigem Ballbesitz sprangen nun keine große Chancen mehr dabei heraus. Auf der anderen Seite konnten sich die Blau-Weißen bei Daniel Griesbach bedanken, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Der Bornreiher Keeper entschärfte mehrere gefährliche Kontersituationen der Hausherren bravourös.

„Insgesamt haben wir ein Spiel abgeliefert, das wirklich ok war“, konstatierte Andre Lütjen. „Einstellungstechnisch können wir den Jungs diesmal definitiv keinen Vorwurf machen.“ Am kommenden Sonntag steht für den SV Blau-weiß Bornreihe nun ein weiteres Auswärtsspiel an. Bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf werden die „Moorteufel“ dann erneut einen Anlauf nehmen, um den besorgniserregenden Negativtrend endlich zu stoppen.

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